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Rees: "Elternkosten für Schokoticket senken"

zuletzt aktualisiert: 10.02.2012

Rees (RP). Im Haushalt sind auch die Mehrkosten veranschlagt, die durch das neue Busticket auf die Stadt zukommen (rund 20 000 Euro). Wie berichtet, lehnt die Stadt das Schokoticket ab und hat statt dessen jetzt das Azubi-Abo-Ticket bei der Niag bestellt. Die Karte ist für die Stadt zwar etwas teurer, aber es gibt den einstimmigen Beschluss, diese Mehrkosten nicht an die Eltern weiter zu geben. Problem wird wohl sein, dass die Niag Mitte des Jahres auch das Azubi-Abo-Ticket kippt, dann sind neue Lösungen gefragt.

Der Widerstand am Schokoticket bleibt jedoch, das wurde auch gestern in der Ratssitzung deutlich. Die SPD hatte bereits vor der Sitzung eine Presseerklärung verschickt und sich noch einmal energisch gegen das Schokoticket ausgesprochen. "Wir sehen in dem Schokoticktet keine Vorteile für den ländlichen Raum", meint SPD-Politiker und Lehrer Hans Beenen. Die Genossen sprechen sogar von einer "Abzocke" der Eltern mit schulpflichtigen Kindern.

"Das Schokoticket ist viel zu teuer und das Nahverkehrsangebot ist viel zu gering um überhaupt Nutzen daraus zu ziehen", so Beenen.

Die SPD Rees fordert die Eltern daher zu breitem Protest gegen das Ticket auf. Sie sollten sich am besten per Mail an das Ministerium wenden oder ihren Protest über die Stadt Rees weitergeben lassen.

Karl van Uehm (SPD) freut es, dass Rees als "gallisches Dorf" weiter gegen das Schokoticket protestiert. "Andere Städte sind neidisch auf uns", glaubt er.

Einig sind sich Politik und Verwaltung bei ihrer kritischen Sicht der umstrittenen Buskarte. Die Grünen forderten gestern, dass die Stadt in Verhandlungen weiter versucht, die Kosten für das Schokoticket zu senken. Für den ländlichen Raum dürfte der Elternbeitrag höchstens die Hälfte betragen. "Hier ist die Niag bisher zu keinen Zugeständnissen bereits", sagt Ludger Beltermann vom Schulamt.

Quelle: RP


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