Emmerich: Emmerich geht ein Licht auf
VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 04.06.2007Emmerich (RPO). Stadtverschönerung: Der Verein „Stadtbild“ existiert erst seit einem halben Jahr und hat schon bereits über 100 Mitglieder. Die nächsten großen Projekte sind die Beleuchtung der Martini-Kirche und der Rheinbrücke.
Wenn es um den Verein „Stadtbild“ geht, kann Bürgermeister Johannes Diks wirklich zufrieden sein. In den knapp sechs Monaten seines Bestehens ist der Verein auf über 100 Mitglieder angewachsen. „Es gibt hervorragend arbeitende Verschönerungsvereine in Hüthum, Elten und den Südstaaten, und die wollen wir uns zum Vorbild nehmen“, sagt Diks, der selbst Vorsitzender des „Stadtbild“-Vereines ist.
Bewegt wurde seit Anfang des Jahres auch in Emmerich-Stadt schon einiges. Der „Dreck-Weg-Tag“ im April stieß auf rege Beteiligung und kam gut an. Er soll künftig eine feste Einrichtung werden. Auch an der Verschönerung des Bahnhofs ist die Gruppe finanziell beteiligt, weitere Pläne gibt es unter anderem schon für das Krantor und das Willibrord-Gymnasium.
Projekte unterstützen
Wer helfen will, die Projekte von „Stadtbild“ zu unterstützen, kann bei dem Verein Mitglied werden. Jahresbeitrag für Privatpersonen: 25 Euro.
Formulare dafür gibt es unter anderem im Rathaus und im ICE.
Schwerpunkt Beleuchtung
Schwerpunkt des Vereins ist allerdings das Thema „Beleuchtung“. Die Stadt soll nach und nach ins rechte Licht gesetzt werden. So wie das beim Rathaus bereits seit Dezember der Fall ist. „Unser nächstes Projekt ist die Martini-Kirche“, sagt Diks. 36 Strahler sollen künftig das Gotteshaus beleuchten. Auch den Rundgang im Turm. Einen ersten Eindruck konnte man bei einer Probevorführung im vergangenen November bekommen.
Die Finanzierung des 36 000-Euro-Projektes ist bereits durch Mittel des „Stadtbild“-Vereins, Spenden und auch die Kirchengemeinde selbst gesichert. „Die Verträge sind schon unterzeichnet. In vier bis sechs Wochen werden wir die Sache umsetzen können“, ist Diks zuversichtlich.
Etwas schwerer zu stemmen sein, wird jedoch ein regelrechtes Großprojekt, dem sich „Stadtbild“ verschrieben hat: die Beleuchtung der über 400 Meter langen Rheinbrücke. „Um das finanzieren zu können, werden wir noch jede Menge Klinken putzen müssen“, sagt Diks mit Blick auf die anstehende Sponsorensuche. Etwa 250 000 Euro könnte das Vorhaben kosten. Die Firma „Philips“ wurde damit beauftragt, Varianten zu untersuchen, mit denen die Brücke beleuchtet werden kann. Die Ergebnisse werden in Kürze präsentiert.
Wunschvorstellung wäre, dass die Brücke in 2008 rechtzeitig zur 775-Jahr-Feier der Stadt bestrahlt werden kann. „Doch ob das klappt, steht und fällt mit den finanziellen Mitteln“, so Diks.
Vielleicht gibt es ja auch eine Beteiligung von der anderen Rheinseite. Schließlich steht die Brücke zur Hälfte auf Klever Gebiet. Wie wär’s, Herr Bürgermeister Brauer?
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