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Emmerich: Emmerich im Rock-Fieber

VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 09.03.2009

Emmerich (RPO). Die Emmericher Kneipennacht ging am Samstag nach den Riesenerfolgen der Vorjahre in ihre vierte Auflage. Und erneut herrschte bei der Veranstaltung eine fantastische Stimmung.

Gleich zehn internationale Bands sorgten in neun Lokalen und auf dem Ausflugsschiff "Rheinkönigin" für volle Häuser und Superstimmung. Das Konzept von "Emmerich Live!" stimmt: Für den musikalischen Kneipenbummel, präsentiert von der Volksbank Emmerich-Rees und der Wirtschaftsförderung Emmerich, braucht man lediglich eine Eintrittskarte, die im Vorverkauf für neun Euro zu bekommen war.

"Das sind 90 Cent pro Live-Band", rechnete eine begeisterte Besucherin aus. "Und selbst wenn man als Kurzentschlossener an der Abendkasse ein Ticket holt, bezahlt man auch nur 1,10 Euro. Ein echtes Schnäppchen!" Denn was die Musikgruppen boten, war alles andere als Billigware. Das abwechslungsreiche Programm überzeugte.

Info

Idee mitgenommen

Als die Emmericher Kneipennacht vor vier Jahren geboren wurde, hieß Emmerichs Wirtschaftsförderer noch Franz-Josef Hüls. Der arbeitet in gleicher Funktion mittlerweile in Issum.

Und siehe da: In Issum findet im April erstmals eine Kneipennacht statt. Veranstalter ist – na klar! – "Gastro-Event".

Adam Ruta und Uwe John vom "Gastro-Event"-Team, die gestern von 1000 Besuchern sprachen, hatten einen bunten Mix zusammengestellt. Dabei kamen die Organisatoren noch ordentlich ins Schwitzen, als gleich drei Bands wegen Krankheit kurzfristig absagen mussten. "Wir haben viel herumtelefoniert und sind froh, dass es geklappt hat", so Uwe John.

So sprangen "Coockie & Friends" aus Haltern für die angekündigten "Hoi Polloi" ein und sorgten für den fetzigen Sound in der Gaststätte "Schlemmerich". Und im Lokal "Zum Raben" boten "Kiki" und "Eddy" mit Gesang und Gitarre einen erstklassigen Cover-Mix. Die dritte Ersatzband trat im Bistro 852 auf. "GinChilla" spielte Songs der 70er und 80er Jahre, unter anderem auch Rolling Stones und AC/DC. "Das ist hier die beste Band", meinte ein Ehepaar. Dabei war es hier so voll, dass man die Band nicht sehen, sondern nur hören konnte.

Bloß keine Berührungsängste: Wie hier im "Bistro 852", wo "GinChilla" kräftig einheizten, standen Musiker und Publikum oft fast direkt voreinander. Was die Stimmung weiter in die Höhe trieb. Foto: RPO

Kein Durchkommen gab es zwischendurch auch im "Hof von Holland". "OPA", die härteste Rentner- Oldie-Band Deutschlands, brachte die zwischen Tischen, Stühlen und Theke eng aneinander stehenden Gäste zum lautstarken Mitsingen. "Achtung, Emmerich singt", kommentierte der Bandleader. Im Hotel & Restaurant Rheinpromenade standen die Musikliebhaber in Dreierreihen vor der Theke, ein Geländer trennte das Duo "Take Two" von den Fans. Begeisterung pur!

Hochbetrieb herrschte auch auf der "Rheinkönigin". "The Candidates" boten einen Radio-Hitmix aus den 80er und 90er Jahren. Waltraud Boß und Petra Holtkamp fanden es "absolut klasse!" Es sei zwar schwer, sich zu trennen, aber sie wollten auch noch die anderen Musikangebote genießen.

Mehr Bilder auf www.rp-online.de/emmerich.

Foto
Comeback: Für die Emmericher Kneipennacht kehrte Zapflegende Klaus Wemmers im "Franz" hinter die Theke zurück. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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