Emmerich: Emmerich wird kein zweites Köln
zuletzt aktualisiert: 18.02.2010Emmerich (RPO). Die Pfusch-Vorwürfen beim Kölner U-Bahn-Bau ziehen auch in Emmerich Kreise. Am Mittwoch riefen unsere Leser in der Redaktion an. Sie erinnerten sich, dass der betroffene Baukonzern Bilfinger Berger auch an der Umgestaltung der Promenade beteiligt war.
"Es ist korrekt, dass Bilfiger Berger 1000 Tonnen Spundwandstahl für den Hochwasserschutz in den Boden gerammt hat", erklärte gestern Achim Dröge. Der Ex-Bauleiter vom Ingenieurbüro Gewecke und Partner (Rees/Lohmar) erinnert sich auch, dass die Essener Niederlassung von Bilfinger Berger auch für den Betonbau am Krantor und Höhe Fährstaße zuständig war.
Den Löwenanteil dieser Arbeiten ist aber von der Firma Raaf (Duisburg) und teilweise auch von Berntsen (Emmerich) ausgeführt worden. Ganz wichtig: In Emmerich ist die Bewehrung – also die Eisenteile, die dem Beton die nötige Festigkeit geben – vor Ort abgenommen worden. "Ich war teilweise dabei", erklärt Dröge. In Köln sei das ja wohl teilweise am Grünen Tisch gemacht worden, mutmaßt der Ingenieur.
In Emmerich habe auch das Staatliche Umweltamt immer wieder alles abgenommen. Dröge: "Das ist auch protokolliert worden."
Aus dem Hause Bilfinger Berger hieß es am Mittwoch: "Die Baumaßnahmen sind nicht vergleichbar. Und die Niederlassung Essen, die in Emmerich gearbeitet hat, ist in Köln gar nicht im Einsatz."
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