Rees: Empels Filmpremiere
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 26.10.2007Rees (RPO). Rees will auch als Filmstadt punkten. Dazu gibt es jetzt wieder Gelegenheit. Heute hat der Film „Das Gelübde“ auf den Hofer Filmtagen Premiere. Der Streifen wurde unter anderem auf Schloss Empel gedreht.
EMPEL / ANHOLT „Hörst du, wie die Brunnen rauschen, hörst du, wie die Grille zirpt?“ Sicher hätten auch dem romantischen Dichter Clemens Brentano die Drehorte gefallen, an denen das Leben der seligen Anna Katharina Emmerick, das mit dem seinen so eng verknüpft ist, verfilmt wurde. Die Verse beschreiben wunderbar die Stimmung auf Schloss Empel, als hier die Film-Crew im Mai für den abendfüllenden Streifen „Das Gelübde“ drehte. Das idyllische Areal bildete die Kulisse für rund vier Minuten des Films, der die Geschichte von Clemens Brentano und der Nonne Anna Katharina Emmerick in Szene setzt. Schloss Empel stellt – wen wundert‘s – im Film eine Ruine dar. Allerdings nicht die eines Schlosses, sondern des Klosters, in der die selige Nonne einst lebte.
Für die ARD
Das Gelübde ist eine Produktion der Colonia Media Köln in Coproduktion mit WDR und arte für die ARD. Gefördert wird das Projekt von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
Das erste Programm zeigt das Gelübde voraussichtlich 2008.
Inzwischen ist der Film fertig, der eigentlich nur eine Produktion für das TV war und später in der ARD ausgestrahlt werden soll. „Aber bei den Probe-Vorführungen ist der Film so gut angekommen, dass noch eine Version für das Kino erstellt wurde“, erzählt Stefanie Franke von Colonia Media. Bei den Hofer Filmtagen steht jetzt die öffentliche Premiere des Films an. Und auch hier ist das Interesse groß. Die Premierenvorstellung heute Abend ist längst ausverkauft, für zwei weitere Vorführungen im Rahmen des Festivals gibt es noch einige Karten. Wer den Film sehen will, bevor er ins Fernsehen kommt, muss dafür allerdings nicht nach Bayern fahren. „Das Gelübde“ ist auch beim Filmfestival in Lünen vom 15. bis 18. November zu sehen. Der Ausstrahlungstermin im TV steht noch nicht fest. Auf die idyllische Ruine in Empel war ein Location-Scout bei der Suche nach einem geeigneten Drehort gestoßen. Wichtig war dem Filmteam gewesen, dass man am Schauplatz wenig verändern müsse, um die Illusion vergangener Tage herzustellen. Antennen oder Satellitenschüssel etwa dürfen im Film natürlich nicht zu sehen sein. Aber damit gab es in Schloss Empel sowieso keine Probleme. Auch Regisseur Dominik Graf soll von der Kulisse der Ruine ganz angetan sein. Der Film erzählt im Zeitraffer davon wie Clemens Brentano die Nonne begleitet und ihre Visionen niederschreibt.
Gedreht wurde auch auf der Wasserburg Anholt. Dabei wurde der Innenhof in eine Kaserne verwandelt und hier ein Spießrutenlauf ins Szene gesetzt. Die Hauptrolle spielen Misel Maticevic (Brentano), Arved Birnbaum (Pater Lambert) und Tanja Schleif als Anna Katharina.
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