Emmerich: Erlebniswelten vom Niederrhein
zuletzt aktualisiert: 12.05.2009Emmerich (RPO). Ungewöhnliche Bilder-Geschichten vom Niederrhein hat Clemens Reinders aus Haldern ausgegraben. Morgen zeigt er im Schlösschen Borghees historische Fotos auf großer Leinwand und berichtet über jede Menge Erinnerungen. Ungewöhnlich ist sein Vortrag deshalb, weil die meisten von ihnen über die normalen Alltagserfahrungen heutiger Niederrheiner hinausgehen oder weil die Ereignisse so lange zurückliegen. Auch aus diesem Grund möchte er sie nicht durch eine klassische Lesung vorstellen, sondern mit einer Bilder-Show auf großer Leinwand, zu der erzählt wird. Anekdoten, Zitate und kurze Erläuterungen machen die Bilderreise durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr lebendig.
Sie entführt in ganz verschiedene Erlebniswelten von Niederrheinern: in die sonnigen Erinnerungen einer Bürgertochter aus Emmerich etwa, die in den 30ern mit ihren Freunden aus dem Yachtclub zu amüsanten "Picknick-Segeltouren" über den Rhein schipperte oder in die Erzählung von Anni Perrin über die Rettung des Familienfotoschatzes im September 1944. Zeitgeschichte spiegelt sich auch in den Erinnerungen des Juden Erich Sander aus Empel, der 1942 in einem riskanten Fußmarsch über die Pyrenäen floh. "Der Arktiswinter 1929" erzählt von jenem spektakulären Eisgang auf dem Rhein, der zwischen Emmerich und Koblenz Tausende von Schaulustigen zu einem Spaziergang über den zugefrorenen Strom lockte. Über die Lehrmethoden in einer einklassigen Landschule in Haldern, – über "zu freizügiges" Baden im Sonsfelder Strandbad und – über frühe Begegnungen eines Klevers mit dem Künstler Joseph Beuys. Viele Geschichten sollen in Wort und Bild präsentiert werden, eine bunte Mischung aus erlebten Geschichten.
Die Veranstaltung, zu der Stadtbücherei und ihr Förderverein einladen, findet morgen um 19.30 Uhr im Schlösschen Borghees, Hüthumer Straße 180 statt (Karten an der Abendkasse für drei Euro).
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



