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Emmerich: "Fühlen uns nicht vertreten"

VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 28.03.2009

Emmerich (RPO). Karl-Heinz Jansen und Jan-Simon Laarakker wollen mit Betuwe-Gegnern aus Wesel einen eigenen Verein gründen, um die Güterstrecke von Dörfern und Städten fernzuhalten.

Jan-Simon Laarakker (l.) und Karl-Heinz Jansen: Nächste Woche wollen sie mit einer Vereinsgründung in die Offensive gehen. Foto: RPO

Während sich am Wochenende die Bundestagsabgeordneten Barbara Hendricks, Paul Friedhoff und Ronald Pofalla mit den Bürgermeistern Johannes Diks und Bruno Ketteler treffen wollen, um das weitere Vorgehen in Sachen "Betuwe" zu besprechen, formiert sich in Wesel, Rees und Emmerich weiterer Widerstand gegen das Großprojekt der Bahn. In der kommenden Woche wollen die Organistoren des Info-Abends in Vrasselt "Was Sie über die Betuwe wissen müssen" zusammen mit Betuwe-Gegnern aus Wesel einen Verein gründen. Dessen Ziel: die Verlegung der Güterstrecke an die A3 oder eine andere Trasse.

An der dafür bereits in der vergangenen Woche initiierten Unterschriftenaktion sollen sich von Emmerich bis Oberhausen möglichst viele Menschen beteiligen. Neben dem verstärkten Druck auf die Politik schließen die Aktivisten Karl-Heinz Jansen und Jan-Simon Laarakker aus Praest auch juristische Mittel nicht aus, um die Planungen für die bisher ins Auge gefasste Trasse zu stoppen. "Laarakker: "Wir werden jedes Mittel ausschöpfen, das in unseren Möglichkeiten liegt."

Indes bahnt sich immer offener ein Konflikt zwischen den bereits bestehenden Betuwe-Bürgerinitiativen und den Verfechtern der A3-Trasse an. Deutlich zutage trat er in dieser Woche bei einer Veranstaltung der "alten" Bürgerinitiative Betuwe in Wesel, die sich vehementer Kritik ausgesetzt sah. Auch die Praester Karl-Heinz Jansen und Jan-Simon Laarakker fühlen sich von den bisherigen Initiativen nicht vertreten. "Die verfolgen ganz andere Ziele als wir", sagte Laarakker gestern. Und weiter: "Das dritte Gleis an der vorhandenen Trasse kann man doch nicht als Erfolg der Initiativen bezeichnen. Wenn diese Planungen so umgesetzt werden, ist das doch das Schlechteste, was den Menschen hier passieren kann."

Norbert Gies kann vor solchen Äußerungen nur warnen. Der Emmericher beschäftigt sich seit 1992 mit dem Thema und ist einer der Köpfe der Initiative "Betuwe – so nicht". "Ohne unsere Initiative würde es kein drittes Gleis und keinen Lärmschutz geben, denn das war gar nicht geplant. Sollte die bisherige Planung gestoppt werden, wird die Bahn die bestehende Strecke mit dem Betuwe-Verkehr über die nächsten 15 Jahre volllaufen lassen. Und zwar ohne Lärmschutz."

Quelle: RP

 
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