Emmerich: Gesucht: eine neue Wache
VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 17.04.2009Emmerich (RPO). Im Altbau am Geistmarkt befindet sich die Polizei seit Kriegsende. Das Haus ist runtergekommen. Deshalb bekommt Emmerich eine neue Polizeiwache. Offen ist, wohin sie kommt und wann sie fertig sein wird.
50 Beamte der Schutzpolizei und der Kripo arbeiten in Emmerich. Untergebracht sind sie im Altbau am Geistmarkt und in einem neueren Bau, der vor zehn Jahren fertig wurde. Er liegt an der Lilienstraße.
Die Liste der Mängel ist allerdings lang, was schlichtweg am älteren Gebäude am Geistmarkt liegt. Vom Landesamt der Polizei in Düsseldorf – und damit letztlich vom Innenministerium – bekam Landrat Spreen am Mittwoch nun "grünes Licht" für einen Neubau. Knapp zwei Jahre lang hatte die Behörde des Landrates dafür gekämpft. Der Landrat ist Dienstherr der Kreis Klever Polizei.
Minus: die Zellen
Auch die sieben Zellen der Emmericher Polizeiwache entsprechen nicht mehr den Richtlinien der Polizei.
Dabei sind aber gerade die Emmericher Zellen diejenigen, die im Kreis Kleve am häufigsten belegt werden.
Der Grund: Zoll und Bundespolizei nutzen sie mit. Und diese erwischen oft im Zug oder auf der A 3 Drogenschmuggler.
Die Polizei wird ihre Wache in Emmerich allerdings nicht selbst bauen. In den kommenden sechs Wochen soll ein Investor gefunden werden, der in der Lage ist, ein entsprechendes Grundstück anbieten und auch die Bedingungen der Polizei für den Bau erfüllen zu können. Die Kreispolizeibehörde wird dann das Gebäude anmieten.
Zu den Bedingungen gehört unter anderem ein rund 2500 Quadratmeter großes Grundstück, das im Bereich der Innenstadt liegt. Und zwar diesseits der Gleise – auch mit Blick auf die Betuwe und natürlich die Erreichbarkeit für die Bürger. Bei der Planung gilt es eine "polizeitaktische Bedingungen" zu erfüllen, wie es gestern bei einer Pressekonferenz in der Emmericher Polizeiwache hieß.
Damit sind nicht nur schusssichere Fenster gemeint, sondern auch das schnelle Abfahren der Polizeiwagen. Was die Suche wohl nicht vereinfachen wird.
Landrat Spreen wird deshalb mit Bürgemeister Johannes Diks sprechen. Möglich, dass die Stadt einige Grundstücke kennt, auf denen ein Investor die neue Wache bauen könnte.
Die Gebäude, in denen sich die Polizei bisher befindet, sind übrigens im Eigentum des Landes.
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