Emmerich: Großes Handy-Feuerwerk für „Juli“
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 20.11.2007Emmerich (RPO). Bocholt Lustig. Da hängt am Eingang ein riesiges Handy-Verbots-Schild, alle 2500 Besucher werden ganz genau von der Security am Einlass kontrolliert und als „Juli“-Sängerin Eva Briegel die Fans bittet, bei einem Song, die Handys als stimmungsvolles Leuchtfeuer einzuschalten, werden geschätzte 2400 Mobilfunkgeräte in die Luft gehalten. Es wird eben alles nicht so ernst genommen beim Gastspiel der Erfolgsband aus Gießen, die in der Halle im Industriepark vor ausverkauften Haus spielt. Die Atmosphäre ist locker, die Stimmung gut, irgendwie wie bei einer lustigen Geburtstagsfeier im Kreise von Freunden und Familie.
Luftballons und „Perfekte Welle“
Und wie bei einer Party wird auf Kommando getanzt, gesprungen und mit den Armen gewedelt. Eva Briegel hätte an dem Abend das Mikrofon gar nicht einzuschalten brauchen, denn die Fans singen sowieso jede Textzeile mit, erkennen jeden Song schon nach den ersten Takten und lassen bei der „Perfekten Welle“ gleich auch noch selbige durch die Halle wandern. Als dann auch noch riesige Luftballons durch die Halle fliegen und goldene Schnipsel von oben regnen, ist die Partystimmung komplett.
Da passt es, dass „Juli“ vor allem die „Gute Laune Lieder“ im Gepäck haben und zum Schluss den Song spielen, der das Wort „geil“ auch bei Abschlussfeiern an der Schule hoffähig gemacht hat: „Geile Zeit.“ Auch der Song fehlt inzwischen wohl kaum auf einer Geburtstagsparty.
Als kurz nach 23 Uhr die Lichter angehen und die Party vorbei ist, meinen auch die (wenigen) älteren Besucher: „Es war ein toller Abend.“ Warum? „Warum ist doch egal“, hätten „Juli“ darauf bestimmt geantwortet. Stimmt irgendwie.
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