Rees: Grüne: Bewirtschaftung nicht eingeschränkt
zuletzt aktualisiert: 19.12.2008Rees (RPO). Im Unterschied zu den anderen Parteien in Rees halten die Grünen die Festsetzungen der neuen Vogelschutzgebiete „im Wesentlichen“ für gerechtfertigt. Grünen-Fraktions-Chef Helmut Wesser weist zudem darauf hin, dass es hier um einen Vorgang europäischen Rechts gehe. „Der Kompromiss steht und fällt mit jedem Hektar“, sagt er. Wenn Rees sich bei den Flächen sperre, stehe der gesamte Kompromiss auf der Kippe. Dann drohe die Ausweisung noch größerer Flächen und weitaus härtere Vorschriften.
Wesser kritisiert in einer Stellungnahme jetzt auch heftig die Aussagen in einem Leserbrief. Dort hatte ein Halderner die Vogelschutzgebiete als „Unsinn“ bezeichnet und ausgeführt, dass es doch nicht sein könne, dass Menschen hungern und hier landwirtschaftliche Fläche durch den Vogelschutz lahm gelegt würden. „Auf den Flächen werden absehbar keine Einschränkungen der heutigen Bewirtschaftung angeordnet“, hält Wesser dagegen. „Also treten auch keine Verluste für die Ernährungslage der Welt auf. Im Gegenteil: Turbolandwirtschaft beeinträchtigt diese.“ Zudem erläutert Wesser, dass die arktischen Gänsen zwar am Niederrhein auftauchen würden, auf ganz Deutschland gesehen aber äußerst selten seien. „Sollen wir sie dezimieren? Letztlich ist das Artensterben für Menschen eine bedenkliche bis bedrohliche Tatsache.“
Weder die Gänse noch die Grünen würden jemanden dabei stören, in Rees zu bleiben und sich hier das ganze Jahr über ungestört satt zu essen, so der Grünen-Chef ironisch.
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