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Emmerich: Grüne wollen Beitrag für Kindergarten streichen

zuletzt aktualisiert: 08.08.2009

Emmerich (RPO). REES / Bien en (zel) Die Reeser Grünen haben ein Problem: Die Themen, für die in Rees lange Zeit allein die Grünen standen, haben sich inzwischen auch (fast) alle anderen Parteien auf die Fahnen geschrieben. Kritik an Abgrabungen und dem Ferienpark am Reeser Meer hat beispielsweise auch der SPD-Kandidat Harry Schulz im Programm. Ein Dilemma, das den Grünen bewusst ist, das sie aber selbstbewusst angehen. "Ich bin sicher, dass die Wähler noch wissen, wer die ganzen Themen angestoßen hat und wem sie es zu verdanken haben, dass jetzt plötzlich alle gegen Abgrabungen sind", sagt die Grünen-Vorsitzende Margret Derksen, und der Grüne Bürgermeister-Kandidat Klaus Dörr ergänzt: "Wir sind die einzigen, die es wirklich ernst meinen. Wir werden für unsere klaren Positionen auch nach der Wahl stehen."

Die Grünen sind jetzt unter www.gruene-rees.de auch im Internet vertreten. Foto: RPO
Die Grünen sind jetzt unter www.gruene-rees.de auch im Internet vertreten. Foto: RPO

Gerade beim Thema Abgrabung würden die anderen Parteien auf Landesebene eine ganz andere Politik verfolgen. "Da sind wir Grünen die einzigen, die konsequent gegen die Ausweisung neuer Kies-Flächen sind", sagt Dörr.

Da man jedoch nicht nur auf das gute Gedächtnis der Wähler setzen will, gehen die Grünen auch mit eindeutigen Positionen in den Wahlkampf. Die werden jetzt auch im Internet auf einer neuen Seite präsentiert, die die Firma Bleckmann und hier Tobias Bestier gestaltet hat.

So fordern sie etwa die Einführung einer Baumschutzsatzung, um so ein Instrument zu haben, um gezielt auf Abholzungen oder Neuanpflanzungen einwirken zu können. Bisher kann in Rees jeder Baum auf privatem Grund und Boden gefällt werden, ohne dass dafür eine Genehmigung nötig wäre.

"Große Mensa am Schulzentrum"

Ganz konkrete Forderungen haben die Grünen auch im Bereich Schule, Familie und Bildung. Die Elternbeiträge bei den Kindergärten sollen in Rees komplett abgeschafft werden. "Die Finanzmittel dafür wären da", meint Dörr. Auch die Betreuung der U-3-Kinder dürfte für die Eltern keine Kosten verursachen, fordern die Grünen. Ebenso sollen die Eltern-Beiträge für die Offene Ganztagsschule abgeschafft werden. "Auch das Mittagessen in der Ogata muss kostenlos sein", erläutert Margret Derksen.

Forderung ist auch, möglichst schnell eine große Mensa am Schulzentrum zu bauen. "Die kleinen provisorischen Lösungen, die derzeit geplant werden, bringen nichts", ist Dörr sicher, der optimistisch in den Wahlkampf geht, dass die Grünen ihr gutes Ergebnis in Rees wiederholen können.

Quelle: RP

 
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