Rees: Hängepartie bei Ausschreibung
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 29.09.2009Rees (RPO). Die Eltern der Grundschule Rees kritisieren, dass die Rektoren- und Konrektorenstelle noch nicht ausgeschrieben sind. Im Februar werden die Posten vakant. "Die Zeit bis dahin ist knapp", heißt es.
Zum 1. Februar geht gleich die komplette "Doppelspitze" der Grundschule Rees in Pension. Rektor Peter Fingskes und Konrektorin Helga Fehrholz verlassen dann nach vielen Jahren die Schule. Wie es danach weitergeht, ist derzeit völlig offen. Die Stellen sind noch gar nicht ausgeschrieben, was für viele Eltern völlig unverständlich ist. Der Schulpflegschaftsvorsitzende Hans-Arno Lange hat sich daher mit einem Brief an den Schulrat gewandt.
Er kritisiert darin die "Verschleppungstaktik" der Schulbehörden. Ihm sei völlig unverständlich, warum die Stellen immer noch nicht ausgeschrieben sind. "Unserer Meinung nach liegen Ihnen sämtliche Unterlagen vor, so dass nicht nachvollziehbar ist, warum bis heute nichts passiert ist", schreibt er an den Schulrat des Kreises Kleve.
Bei der Kreisverwaltung verweist Sprecherin Elke Sanders darauf, dass der Kreis hier nicht zuständig sei. "Wir haben die Stelle bereits Ende August an die Bezirksregierung gemeldet, die Ausschreibung muss von Düsseldorf aus erfolgen", erläutert sie. Auch der Schulleiter selbst hatte die Behörde bereits im Juli über die Situation informiert, zudem hatte die Stadt Rees als zuständiges Schulverwaltungsamt einen Brief an die Bezirksregierung geschrieben. "Bisher haben wir noch keine Antwort erhalten", sagte Ludger Beltermann von der Reeser Stadtverwaltung gestern.
Gestern traf dann bei der Schule ein Schreiben der Bezirksregierung ein. Darin wird mitgeteilt, dass für die Ausschreibung die Beteiligung der Schulkonferenz nötig sei. "Das hätte längst laufen können", wundert sich Peter Fingskes, der jetzt keine Zeit verlieren will. Heute oder morgen soll die Konferenz tagen. Dass sich das Gremium für eine Ausschreibung aussprechen wird, ist reine Formsache. Danach soll gleich die Bezirksregierung informiert werden. "Offen ist allerdings, was mit der Konrektorenstelle ist, davon ist in dem Brief der Behörde nicht die Rede", sagt Fingskes.
Ohnehin ist die Frage, ob die Zeit noch reicht, die Stelle bis zum 1. Februar zu besetzen. Bei den Ausschreibungen sind bestimmte Fristen einzuhalten. Zudem ist bekannt, dass Rektorenstellen derzeit nicht gerade gefragt sind. Allein im Umkreis von 50 Kilometern rund um Rees sind 19 Rektorenstellen unbesetzt und 39 weitere Schulen haben keinen Konrektor.
Fingskes hofft, dass die Angelegenheit schnell geregelt wird. "Ich gehe mit einem besseren Gefühl in den Ruhestand, wenn ich weiß, dass es einen Nachfolger gibt."
Von Seiten der Bezirksregierung hieß es gestern, dass die Stelle nach einer Antwort aus Rees innerhalb kürzester Zeit ausgeschrieben werden könnte. Mit der Konrektorenstelle befasse sich derzeit der Personalrat der Bezirksregierung.
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