Rees: Haldern-Festival: FDP will Zahlen sehen
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009Rees (RPO). Regelmäßig 5 000 Zuschauer, ausverkauftes Festival und voller Zeltplatz – angesichts der Erfolgsgeschichte des Halderner-Open-Air hat mancher in der FDP offenbar den Eindruck, dass bei dem Konzert auch großer Gewinn erzielt wird.
Clemens Willing (FDP) fragte im Kulturausschuss nach, ob Zahlen vorliegen, was mit dem Gewinn des Festivals passiere. Anlass war die Abstimmung über Zuschüsse für Jugendveranstaltungen, bei denen für das Open Air wie üblich 2 500 Euro vorgesehen waren.
"Wenn wir als Stadt das Festival finanziell unterstützen, dann sollten wir auch wissen, was mit dem Geld passiert", sagte Willing. Vielleicht könne man die Finanzmittel ja anders sinnvoller einsetzen, so seine Anregung im Ausschuss.
"Ein Gewinn wird beim Festival nicht erwirtschaftet", stellte Irmgard Bollwerk klar, deren Sohn Dirk mit zum Festival-Team gehört. "Wenn es einen Überschuss gibt, wird der in das Festival investiert, um beispielsweise Teile des Zauns zu erneuern." Zudem habe es oft genug Jahre gegeben, in denen sogar ein Verlust entstanden sei. Prinzip sei, dass sich das Festival durch die Einnahmen selbst trägt.
Das bestätigt Steven Kruijff vom Festivalteam. "Wenn tatsächlich Geld übrig bleibt, wird das sofort in das nächste Festival gesteckt", sagt er. Zudem handle es beim Halderner Open Air ja auch nicht um einen kommerziellen Veranstalter, der einmal im Jahr an den Niederrhein kommt, um hier ein Festival zu veranstalten. Der ganze Ort sei eingebunden, ebenso die regionale Wirtschaft. Das Open Air sei im Ort verwurzelt und damit eben auch Teil der Kultur.
Kulturamtsleiter Ludger Beltermann verweist zudem darauf, dass das Open Air eine enorme Werbewirkung für die ganze Stadt habe. Viele, die Rees gar nicht kannten, sind durch Haldern auf die Stadt aufmerksam geworden. Das Umfeld profitiere enorm. "Wenn das Open Air stattfindet, sind alle Hotel ausgebucht und auch die Umsätze in den Geschäften steigen."
Der Ausschuss stimmte auch einstimmig zu, den Zuschuss wie bisher zu bezahlen. Außerdem wurde in diesem Zuge auch wieder die Unterstützung für Bruno Schmitz beschlossen. Der Klever veranstaltet die Kabarett-Reihe und erhält dafür jährlich 3 000 Euro.
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