Rees: Hartnäckiger Karnevalsmüll
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2008Rees (RPO). Nach dem Feiern kommt das Fegen. Die Reinigung nach den Karnevalsumzüge war diesmal besonders aufwändig. Durch den Regen klebte das Konfetti bombenfest auf den Straßen.
Was ist das Schlimmste nach einem Zug im Regen? Genau: Regen auch am nächsten Tag. Denn dann klebt das Konfetti so richtig bombenfest am Boden. Kaugummis sind dagegen gar nichts. „Die Kehrmaschine hilft da wenig, da ist Handarbeit gefragt“, sagt der stellvertretende Bauhof-Leiter Andreas Böing. Also hieß es für die Bauhofmitarbeiter gestern Morgen: pünktlich ab sieben Uhr raus an die Zugstrecke.
Statt Helau stand da echte Kleinarbeit auf dem Programm. Mit Besen und Sauger rückten die Arbeiter den Überresten des Zuges zu Leibe. Mancher nahm es mit Humor: „Gestern haben wir das Zeug vom Wagen geworfen heute sammeln wir es eben wieder auf“, lachte Kally Mey, Biener Karnevals-Urgestein und Bauhofmitarbeiter in Personalunion. Bis zum Nachmittag waren die Arbeiter gestern gut mit der Beseitigung der jecken Mülls beschäftigt.
Lob von der Polizei
Von den Zügen in Rees und Haffen-Mehr meldete die Polizei keine besonderen Vorkommnisse. „Alles blieb ruhig“, hieß es.
Bewährt habe sich die Zusammenarbeit mit den Städten und die Kampagne gegen den Verkauf von Alkohol an Jugendliche.
Immer wieder hatte es stichprobenartige Kontrollen in verschiedenen Geschäften in Rees und Umgebung gegeben.
In zwei Gruppen waren 20 Mitarbeiter ausgerückt. Der eine Trupp war in der Innenstadt im Einsatz, der andere arbeitete sich entlang des Zugwegs von Haffen nach Mehr. Hier musste auch einiges aus den Straßengräben herausgefischt werden. Auch das im Regen keine besonders angenehme Arbeit. Ärgerlich sind beim Aufräumen auch die vielen kleinen Flaschen, die inzwischen offenbar zur Grundausstattung der Narren gehören. Leider haben die Jecken auch die Angewohnheit, die Flaschen nach dem Entleeren auf das Pflaster fallen zu lassen statt in die Mülltonne zu werfen.
Immerhin sieben bis acht Tonnen Karnevals-Müll, so schätzt Andreas Böing wird der Bauhof im Laufe des Veilchendienstags eingesammelt haben. Eine Mülltrennung ist unmöglich. Daher wandert alles in den Restmüll. Das wenig närrische Ende für Konfetti und Co.
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