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Emmerich: Havarie: Hergang bleibt unklar

VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 24.05.2011

Emmerich (RPO). Während das Tankschiff "Margaux" am Montag bereits für eine Reparatur auf dem Weg in eine Duisburger Werft war, lag die "River Concerto" noch im Emmericher Zollhafen.

Die Schäden des Flusskreuzers durch die Havarie, die sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete, waren mit einer Plane verhüllt, die Löcher in den Kajüten mit Brettern vernagelt.

Wie sich das Schiffsunglück ereignete, bei dem sechs Menschen leicht verletzt wurden, ist noch unklar. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Duisburg wollten sich die beiden Besatzungen bislang nicht zum Hergang äußern.

Kein Wunder, schließlich geht es um einen Versicherungsschaden, der bei mehreren 100 000 Euro liegen dürfte. Vor allem bei der "River Concerto", die "Margaux" wies nur geringe Schäden auf.

"Die Schuldfrage wird wahrscheinlich erst bei einem Verfahren geklärt werden können, bei dem die Besatzungsmitglieder vor einem Richter aussagen müssen, wie sich das Unglück aus ihrer Sicht dargestellt hat", erklärt Polizeisprecher Ramon van der Maat. Auch die Suche nach Zeugen gestaltet sich schwierig. Ob es überhaupt welche gibt, die den Zusammenstoß gesehen oder aufschlussreiche Funksprüche gehört haben, werde momentan ermittelt.

Fest steht, dass die meist älteren der 132 Passagiere an Bord der "River Concerto" Glück hatten, dass nicht noch mehr passierte. "Bei einer Kollision unterhalb der Wasserlinie wäre der Unfall sicherlich nicht so glimpflich ausgegangen", sagt Stadtbrandinspektor Martin Bettray. Mit welcher Wucht sich die beiden Schiffe trafen, zeigt auch die Tatsache, dass es nicht gelang, den Anker der "Margaux" aus der Flanke der "River Concerto" zu ziehen.

Gestern Nachmittag machte auch sie sich dann auf den Weg zu einer niederländischen Werft. Robert Albers vom Duisburger Wasser- und Schifffahrtsamt hatte den Flusskreuzer mehrmals unter die Lupe genommen: "Wasser ist in das Schiff nicht eingedrungen. Es darf mit verminderter Geschwindigkeit fahren."

Die Passagiere waren da schon längst mit Bussen zu ihrem ursprünglichen Ziel Rotterdam gebracht worden. Eine Reise, die ihnen wohl in Erinnerung bleiben wird.

Quelle: RP

 
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