Rees: Hellebarde zu groß fürs Flugzeug
zuletzt aktualisiert: 20.12.2008Rees (RPO). Die Stadt fiebert der „Grünen Woche“ entgegen. Denn dann wird Rees in Berlin ganz Nordrhein-Westfalen vertreten. Und um den Besuchern einen plastischen Eindruck von der Region zu vermitteln, sollen Reeser Originale in Berlin Werbung für die Stadt machen. Da darf der Stadtwächter natürlich nicht fehlen. Heinz Belting ist mittlerweile zum touristischen Zugpferd geworden und soll auch die Berliner für einen nächtlichen Rundgang in Rees begeistern. Also wird Belting stilecht in seiner Ausrüstung am Messe-Stand auf der Grünen Woche auftreten.
Doch da auch der Nachtwächter längst mit der Zeit gegangen ist und heute nicht mehr mit der Postkutsche durch die Gegend reist, buchte Heinz Belting einen Flug vom Airport Weeze nach Berlin. Und da fing das kleine Problem an. Heute ist es im täglichen Flugverkehr nämlich nicht mehr üblich, dass die Reisegäste ihre Hellebarde mit an Bord nehmen. Aber eben diese rund zwei Meter lange Waffe ist einfach unverzichtbarer Bestandteil des stilechten Kostüms. Also stellte sich die Frage: Wie kommt die Hellebarde nach Berlin? Da sich Belting weder eine Lanze ausleihen noch für teures Geld kaufen wollte, kam er auf eine pfiffige Idee: die Waffe wird jetzt per Post auf die Reise geschickt. Belting wird das gute Stücke in zwei Teile zerlegen, in Pakete packen und dann im Postamt aufgeben. Geht alles glatt, wird dem Nachtwächter in seinem Berliner Hotel dann wieder die Waffe übergeben. Der braucht die Teile nur noch zusammen zu setzen, sich in Berlin eine Laterne zu kaufen und in sein Kostüm zu schlüpfen – fertig die der Reeser Nachtwächter.
Und für seinen großen Auftritt hat Belting bereits das Nachtwächterlied passend umgedichtet. Geht alles glatt, wird er beim Vortragen in Berlin dann auch die echte Reeser Hellebarde in der Hand halten. Bleibt nur zu hoffen, dass das Paket nicht in die Schneckenpost gerät.
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