Rees: Heute kegeln hier die Söhne
zuletzt aktualisiert: 03.11.2010 - 10:54Rees (RPO). In unserer Aktion "Mein Kegelclub" stellen wir heute einen echten Reeser Traditionsclub vor:
Name: "Senter Klos", weil der Club an einem Nikolaustag aus der Taufe gehoben wurde. Gründungsmitglied Gerd Kühnen, der von Beruf "Panneschöpper" war, also Dachziegel brannte, schenkte seinen Kegelbrüdern einen aus Ton gebrannten, zehn Zentimeter großen Nikolaus, der zu jedem Kegelabend mitgebracht werden musste.
Gegründet: Am 6. Dezember 1948 in der Gaststätte Dresen, damals an der Weseler Straße, von alteingesessenen Handwerksmeistern aus Rees, darunter der Schmied Hermann Hülsken, der Schreiner Hein Höying, der Anstreicher Hubert Sweekhorst und der Bäcker Johann Rösen.
So geht's
"Mein Kegelclub" ist eine Aktion von Rheinische Post und Volksbank Emmerich-Rees, unterstützt vom Reisebüro Queisler. Teilnehmen kann jeder Kegelclub.
Eine Jury wählt am Ende fünf Clubs aus, die zu einem gemütlichen Abend mit Essen und Trinken eingeladen werden und dabei gegeneinander antreten. Der Sieger gewinnt ein Wochenende.
Anmelden und Infos: 02822-922072
Namen der Mitglieder: Präsident Heiner Mandelartz, Hans-Günter Drießen, Thomas Jansen (mit 52 Jahren das jüngste Mitglied), Jürgen Mertens, Wolfgang Müller, Alfred Scholten, Helmut Terhorst, Siggi Thinius (mit 66 Jahren der älteste Kegelbruder), Bernd Tiggelbeck, Heiner van de Mötter und Berni Wewers. In den letzten Jahren trauerte der Verein um seine verstorbenen Mitglieder Sigmar Kleen und Theo Hommen.
Name der Gaststätte: Der Club trifft sich alle 14 Tage montags auf der Kegelbahn der "Niederrheinischen Bauernstube" von Kegelbruder Berni Wewers.
Aktivitäten: Im Oktober jeden Jahres geht der Club auf Kegeltour. In den 90er Jahren flog man schon mal nach Ibiza oder Mallorca, meist ging es zu Zielen an Mittelrhein und Mosel. Zum Jahresende treffen sich alle Mitglieder sowie deren Frauen zum Nikolauskegeln. Das erfolgreichste Paar gewinnt einen von Konditor Helmut Terhorst gestifteten Riesen-Schoko-Nikolaus, das schlechteste Paar bekommt einen Milkana-Weichkäse. Präsident Heiner Mandelartz verkleidet sich an diesem Abend als Nikolaus und hält Rückblick auf das abgelaufene Jahr.
Kegelkasse: Ein Pudel kostet 10 Cent Strafgeld. Wirft ein Kegler einen "Naturkranz", zahlt jeder 50 Cent in die Kasse.
Der Kegelclub ist besonders, weil...
"...heute die Söhne vieler Vereinsgründer den Freizeitsport ihrer Väter fortführen. Die ersten der neuen Generation waren 1974 Helmut Terhorst und Heiner Mandelartz, die in den folgenden Jahren ihre Freunde zu "Senter Klos" holten.
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