Emmerich: Hilfe für den Häwelmann
VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 04.08.2008Emmerich (RPO). Betty Schiffer hat gerade ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht. Die fantasievolle Geschichte handelt von Ängsten, wie sie viele Kinder haben. An einem weiteren Roman schreibt die Eltenerin gerade.
Gerne erinnert sich Betty Schiffer an ihre ersten Begegnungen mit Geschichten. Ihr Großvater, von dem Vorschulkind damals liebevoll „Opa Heinemännchen“ genannt, wusste herrliche Geschichten zu erzählen, die er sich selber „aus den Fingern saugte“. Dabei reihte er bekannte und unbekannte Erzählungen aneinander und machte sie zu einem gemütlichen spannenden Erlebnis.
Heute schreibt die 28-jährige Eltenerin selber Geschichten. Für Kinder im Vorschulalter. „Kinder sind ehrlich, sie zeigen ihre Gefühle“, sagt Betty Schiffer. In ihren Geschichten hilft sie den Kleinen, ihre Gefühle zu erkennen und zu verarbeiten. So in ihrem Buch „Luca, der kleine Häwelmann“, das am 1. August veröffentlicht wurde.
Für Kinder ab fünf
„Luca, der kleine Häwelmann“ von Betty Fischer wurde in einer Auflage von 3000 Stück gedruckt. Es ist im Buchhandel und bei „amazon.de“ unter ISDN 978385033388-1 zu bestellen.
Das Buch ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Es hat 43 Seiten, acht Bilder und kostet 13,50 Euro.
Kein erhobener Zeigefinger
In der Geschichte geht es um einen kleinen Jungen, der Ängste hat, vor dem Dunkeln, vor Tieren, vor Wasser. Ängste, mit denen sich Kinder in seinem Alter auseinandersetzen. Eines Nachts pustet Herr Wind in sein Zimmer und nimmt ihn mit auf eine abenteuerliche Reise. Dabei entdeckt Luca, dass viele Ängste überwunden werden können, wenn man sich ihnen stellt.
„Vorsichtige Ratschläge helfen dem kleinen Häwelmann, aber sie werden nie mit dem erhobenen Zeigefinger ausgesprochen“, so Betty Schiffer, die als gelernte Bürokauffrau im Vertrieb-Marketing bei einer Firma für Bürobedarf in Goch arbeitet. Illustriert wurde das Kinderbuch von ihrer Freundin Linda Rozendaal. Wichtig war der Autorin, dass die Bilder nicht grell, bunt und bis ins kleinste Detail die Geschichte untermalen, sondern das den Kindern genug Platz für eigene Deutungen und Fantasie blieb. Das ist Linda Rozendaal mit ihren sanften Bleistiftzeichnungen in Schwarz-Weiß gelungen.
Die Luca-Geschichte war nicht ihre erste. Die handelte von „Mats, dem kleinen Mäuserich“ – ein persönliches Geschenk zur Geburt für den Sohn einer Freundin. An diesem Buch haben der Novum- und der Fischerverlag ihr Interesse bekundet, zurzeit entsteht ein Hörspiel zu dieser Geschichte. Auch andere Geschichten über „Maja, die kleine Elbenprinzessin“, „Fiete, der Schornsteinfeger“ und „Sam und der Weihnachtsmann“ sollen veröffentlicht werden.
Momentan schreibt die emsige Eltenerin, die früher als Vielseitigkeits-Reiterin Erfolge feierte und im Kolping-Ballett tanzte, einen Roman. Hauptfigur: natürlich ein Kind, das sich voller Fantasien auf den Weg ins Erwachsenenleben macht.
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