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Emmerich: Ist er wirklich der Feuerteufel?

VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 10.09.2010

Emmerich (RPO). Wie sicher ist sich die Polizei, tatsächlich den Emmericher Feuerteufel erwischt zu haben? Eine kurze Pressemitteilung von gestern lässt Zweifel aufkommen. Die Kripo überprüft nun auch einen 17-Jährigen aus Rees.

Das Bild vom 22. August zeigt ein ausgebranntes Wohnmobil am Yachthafen Emmerich.  Foto: RPO
Das Bild vom 22. August zeigt ein ausgebranntes Wohnmobil am Yachthafen Emmerich. Foto: RPO

emmerich/Rees Die Mitteilung überraschte. Die Kripo hat in Rees einen 17-jährigen Tatverdächtigen ermitteln. Er soll in der Nacht zum 13. August einen Ford Focus an der Laakstraße in Rees-Haffen angezündet haben. Der Wagen wurde völlig zerstört. Nur durch das Eingreifen der Polizei konnte verhindert werden, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen.

Die Polizei konnte ihn überführen. Er räumte ein, in den nach seinen Angaben unverschlossenen Wagen eingestiegen zu sein. Er habe das Handschuhfach leergeräumt. Dabei sei seine brennende Zigarette heruntergefallen und habe die Papiere entzündet. Nach Ausbruch des Feuers sei er geflüchtet.

Info

Hoher Schaden

Der Feuerteufel hat in Emmerich 18 Autos durch Feuer beschädigt oder ganz zerstört und dabei einen Schaden von rund 115 000 Euro angerichtet.

Unter den Brandstiftungen waren auch Wohnmobile am Yachthafen, in denen Menschen schliefen. Ein Ehepaar konnte sich gerade noch retten.

Egal, wie glaubwürdig diese Geschichte ist. Spannend ist der letzte Satz dieser Mitteilung. Die Polizei prüft nun, ob ein Zusammenhang zwischen diesem Fahrzeugbrand und den Emmericher Autobränden bestehen könnte.

Das lässt aufhorchen, denn bekanntlich hat die Polizei vor einer Woche einen 33-jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz festgenommen, als in Emmerich wieder Autos brannten. Der Mann hatte sogar eine brennbare Paste dabei.

Er streitet ab, etwas mit den Taten zutun zu haben. Der Mann befindet sich in U-Haft. Allerdings nicht wegen Brandstiftung, sondern weil er bei seiner Festnahmen Drogen bei sich hatte. Nun kommt es darauf an, was das Landeskriminalamt herausfindet.

Polizeisprecher Heinz van Baal erklärte gestern, dass die neuen Ermittlungen der Polizei reine Routine seien.

Foto
"Reine Routine": Polizeisprecher Heinz van Baal. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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