Emmerich: Kaserne: So sieht der Plan aus
VON LUTZ KÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 26.06.2008Emmerich (RPO). Die Politik hat jetzt im Rat den Rahmen für das 30-Hektar-Gelände an der B 220 und den Pionierübungsplatz in Dornick festgesetzt. Er schreibt vor, was erlaubt ist und was nicht. Daran müssen sich mögliche Investoren halten.
Keine Bange: Hochhäuser werden auf dem Kasernengelände nicht entstehen. Denn das schließt die jetzt vom Rat verabschiedete Rahmenplanung aus. Potenzielle Käufer müssen sich also an das halten, was das Architekturbüro „Wolters Partner“ aus Coesfeld mit der Verwaltung erarbeitet hat.
Keine mehrgeschossigen Bauten, sondern bis zu 220 Einzel- oder Doppelhäuser sind auf der Fläche im Osten (Borgheeser Weg) vorgesehen – dort, wo jetzt noch die Mannschaftsblocks stehen. Die vorhandenen Bäume bleiben stehen, so dass teilweise der Eindruck von „Wohnen im Grünen“ entsteht.
Das Verfahren
Nach der Festsetzung der Rahmenplanung wird nun die europaweite Ausschreibung beider Flächen vorbereitet.
Dann wird eine Bauleitplanung erstellt und der Flächennutzungsplan geändert. Danach erfolgt die Aufstellung von Bebauungsplänen, aus denen Planungsrecht entsteht. Wie lange alles dauert, ist nicht vorhersehbar. Das hängt auch von möglichen Einsprüchen nicht zum Zuge gekommener Interessenten ab.
Ein Grüngürtel mit weiteren Bäumen trennt die Wohnfläche vom Parkplatz vor dem Kasernentor ab. Dieser Gürtel soll der Erholung dienen. Auch ein Bolzplatz ist dort beispielsweise denkbar. Auf dem jetzigen großen Parkplatz ist eine gewerbliche Nutzung möglich. Die benachbarte Turnhalle soll erhalten bleiben.
Das Gelände wird durch eine Art Allee geteilt, die vom Kasernentor geradeaus in Richtung Norden (Ostermayerstraße) verläuft. Auf Höhe ihrer Mitte ist ein Platz vorgesehen. Auf der westlichen Fläche könnte sich Gewerbe ansiedeln, das dann an van Gülpen/die Tankstelle grenzt. Ein Teil der dortigen Hallen könnte weiter genutzt werden. Dort befindet sich zum Beispiel eine moderne Autowaschanlage.
Die Planung für Dornick ist übersichtlicher: Sieben bis zehn Wohnhäuser sollen in zwei Reihen an der Dorfstraße Richtung Ortskern entstehen. Mehr lässt die Bezirksregierung nicht zu. Die Steganlagen am Rhein werden zurückgebaut. An einen Hafen ist nicht gedacht. Zwischen dem Rhein und der neuen Bebauung ist ein Parkplatz und eine Obstwiese vorgesehen.
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