Emmerich: Kirche mal ganz anders
VON LARISSA ROBITZSCH - zuletzt aktualisiert: 17.03.2009Emmerich (RPO). Beim Auftakt zur "Jugendkirche - veni" begeisterten gleich zwei Rockbands das Publikum. In den nächsten Tagen werden noch viele weitere Veranstaltungen folgen, die die Jugendlichen in die Kirche holen sollen.
Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich den Besuchern der Heilig Geist-Kirche am Samstagabend. Vor dem Schrottkreuz war eine Bühne aufgebaut, auf der im weiteren Verlauf des Abends gerockt wurde – der Startschuss für die "veni! – Jugendkirche Heilig Geist". Mit einem beeindruckenden Konzert gaben sich die Weseler Band "die Hazels" und " King Pin" aus Emmerich dabei die Ehre.
Das Motto der 16-tägigen Veranstaltungsreihe, die bereits zum vierten Mal stattfindet und Jugendliche für Kirche begeistern soll, lautet: "Reset in Desert – Neustart in der Wüste". Dementsprechend war die Heilig Geist-Kirche auch mit Sand, Palmen und Kakteen ausstaffiert worden. Aber auch sonst gestaltete sich der Kirchenbesuch für die über 100 Besucher völlig anders als sonst. So erstrahlte die Kirche mal in einem Lichtermeer oder zeigte tanzende, gutgelaunte Zuschauern.
Podiumsdiskussion
Mit dem Rockkonzert in der Kirche hat das Programm der "veni! – Jugendkirche" begonnen. Bis zum 29. März finden noch zahlreiche Veranstaltungen statt.
Für Donnerstag ist etwa die Podiumsdiskussionsrunde zu dem Thema "Mach' dein Kreuz!" mit Emmericher Politikern vorgesehen.
"Die Hazels" begeisterten das Publikum. Auch für die Band eine ganz besondere Erfahrung: " Das ist eine wunderschöne Kirche und auch die Akustik war super. Besonders toll fand ich das Publikum, das wirklich klasse mitgemacht hat", so Sänger und Gitarrist Stefan Weigel.
Ganz besondere Atmosphäre
Der 17-jährigen Besucherin Carola Schmidt gefiel der außergewöhnliche Ort für ein Rockkonzert: "Die Heilig Geist-Kirche ist dafür sehr passend, weil sie modern und extravagant ist." Ganz ähnlich sah es auch Max Drost (18): "Die Atmosphäre hier ist etwas ganz Besonderes."
Und etwas Besonderes ließen sich auch die Jungs von "King Pin" einfallen, die die Kirchenorgel in eines ihrer Stücke integrierten: "Mir kam die Idee, den Song "Nephew" einfach mal auf der Kirchenorgel zu spielen. Die Möglichkeit dazu bietet sich einem nicht oft", erklärte der Schlagzeuger der Band, Maik Schugt, der sich Konzerte an einem solchen Ort öfter wünschen würde.
Die positiven Reaktionen von Band wie Publikum übertrafen sogar vielleicht noch ein wenig die Erwartungen der Organisatoren. "Es war super-klasse. Da kann man sicher überlegen, so etwas zu wiederholen", fand Pastoralreferent Michael Beermann.
Und Stephan Venhoeven, der die Idee zu dem Konzert hatte und es mit Feuereifer plante, begründete den mutigen Schritt: "Rockkonzerte ziehen Jugendliche an, man kann sie dadurch gut erreichen und die Kirche hat die Möglichkeit, sich mal in einem völlig neuen Licht zu präsentieren."
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