Rees: Königin startet die Betuwe
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 31.05.2007Rees (RPO). Von der deutschen Öffentlichkeit bislang etwas unbemerkt, naht der offizielle Startschuss für die Betuwe. Am 16. Juni wird die die Strecke in Betrieb genommen. Danach werden mehr Güterzüge kommen.
Sicherheitsstandards
Bis zum Ende des Jahres sollen auch die Sicherheitsstandards in den Niederlanden an der Betuwe auf dem geforderten Stand sein.
Wie berichtet gab es dort unter anderem Probleme mit Löschwasser im Tunnel.
Der Termin hätte kaum besser gewählt werden können: Zwei Tage bevor mit großem Tamtam in den Niederlanden die Betuwe offiziell in Betrieb genommen wird, übergibt die Aktionsgemeinschaft im Verkehrsministerium die Unterschriftenliste zu der Bahnstrecke.
Heute endet Aktion
Damit will man noch einmal Druck machen und Oliver Wittke vor allem auf das Problem der Bahnübergänge hinweisen. Wer sich noch in die Liste eintragen will, sollte sich beeilen: Heute endet die Aktion offiziell. Wie sich die Betuwe ganz praktisch auswirken wird, können die Bahnanlieger dann ab dem 16. Juni sehen. Dann gibt die niederländische Königin persönlich in Barendrecht den Startschuss für die Güterstrecke. Der Ort ziemlich am Anfang der Strecke wurde ausgewählt, weil hier besonders aufwändig für die Züge umgebaut wurde. Dort wurden die Gleise extra unterirdisch verlegt, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.
Wenn Königin Beatrix die Strecke startet, wird sich ein Zug bei Rotterdam in Bewegung setzen und dann Richtung Niederrhein fahren. Ab Montag, 18. Juni, ist die Strecke dann auch richtig in Betrieb.
Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler, der Sprecher der Betuwe AG ist, will ganz genau beobachten, wie sich das auf die Zahl der Güterzüge auswirkt. Anfangs sollten nur zwei Züge pro Richtung zusätzlich fahren, aber Ketteler geht davon aus, dass die Zahl immer wieder gesteigert wird. Schon in kurzer Zeit würde sich das Aufkommen der Güterzüge von heute 58 auf etwa 70 pro Tag erhöhen.
Um sich ein genaues Bild von den Zahlen zu machen, hat die Betuwe AG bereits am Montag einen Termin in den Niederlanden. Hier bekommt man Infos aus erster Hand von Verantwortlichen der Betreiber-Firma Keyrail. Fest steht auf jeden Fall, dass zunächst mit Dieselloks gefahren wird.
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