Emmerich: Kunst-Toilette ? Nein, danke !
zuletzt aktualisiert: 07.05.2009Emmerich (RPO). Einer der wenigen Nicht-Politiker beim Workshop zur Umgestaltung des Rheinparks war Dr. Walter Kriegel. Lutz Küppers wollte von dem Vorsitzenden des Kunstvereins wissen, welche Vorstellungen er für das Haus im Park hat.
Welchen Eindruck hatten sie von der Veranstaltung?
Dr. Kriegel Das war eine sehr engagierte Angelegenheit. Interessant fand ich auch, was die Realschüler an Vorschlägen fabriziert haben.
Ihr Hauptaugenmerk gilt dabei aber immer dem Haus im Park.
Kriegel Natürlich. Und ich habe den Eindruck, dass sich unsere Vorstellung mit denen der Politik schon stark ähneln.
Was heißt das konkret?
Kriegel Die Emmericher Architektin Christa Pooth hat bereits einen Entwurf erstellt. Dabei handelt es sich um einen dezenten, eingeschossigen Glasanbau auf Stahlstützen. Hier könnte ein kleines Kunstcafé untergebracht werden. Außerdem denken wir an eine kleine Terrasse mit Blick auf den Spielplatz, so dass Eltern ihre Kinder im Blick haben.
Wer betreibt dieses Café?
Kriegel Das würden wir einem Gastronom anbieten, mit dem der Kunstverein eine Kooperation eingeht. Der Eingang müsste so gelegt sein, dass Besucher immer durch dieses Café müssen. So könnten wir auch unsere Besucherzahlen steigern. Wobei es wichtig wäre, dass das Haus im Park durch einen einladenden Hauptweg an die Meile angeschlossen wäre.
Es ist im Zusammenhang mit dem Haus im Park auch von einer öffentlichen Toilette die Rede . . .
Kriegel Wir wollen keine öffentliche "Kunst-Toilette" im Haus im Park. Wenn das so kommen sollte, gebe ich mein Amt als Vorsitzender ab.
Was schlagen Sie stattdessen vor?
Kriegel Wir brauchen natürlich öffentliche Toiletten – allein schon aus hygienischen Gründen. Sie sollten dezent am Anfang der Promenade, im Bereich der "Alten Rheinfähre", und am Ausgang des Rheinparks stehen, wo es durch die Straße "Hinter dem Schinken" wieder in die Innenstadt geht.
Interessanterweise haben Sie als Mediziner sogar schon einen Vorschlag.
Kriegel Das Sanifair-System, das es auf vielen Raststätten schon gibt, ist eine saubere Sache. Dort ist stets Reinigungspersonal vorhanden. Der Nutzer erhält für seine 50 Cent Gebühr einen Wert-Bon, der anschließend in der Gastronomie an der Meile auf Essen und Getränke angerechnet wird.
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