Rees: Legendär sind mittlerweile die Sitzungen der kfd. Zwei Tage lang hatte die Reeser Frauengemeinschaft das Bürgerhaus fest im Grif
VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008Rees (RPO). „Heut wird Rabatz gemacht, heut hau´n wir drauf, vor morgen früh da hören wir nicht auf…“. Das versprachen einige bunte Clowns des kfd-Frauenkarnevals, die gleich zu Beginn der Sitzung für gute Stimmung sorgten. Und auch die Elferratsmitglieder, die als lustige Schneemannfrauen mit Zylinderhut und langer Möhrennase durch die Reihen der buntgekleideten Närrinnen im vollbesetzten Bürgerhaus hereinmarschierten, wurden laut umjubelt.
Die unvergleichliche kfd-Sitzung, Karneval von Frauen für Frauen, ist ein Garant für gute Laune, treffende Sketche, humorvolle Büttenreden und super-sahne Showeinlagen. Und so startete auch an diesem Nachmittag eine Stimmungsrakete die nächste, ein Highlight folgte dem anderen, so dass das begeisterte Publikum kaum zum Luftholen kam. Als Schneekönigin im hübschen blauem Spitzenkleid, mit weißer Lockenperücke und Krönchen, Mariehilde Henning, die souverän und mit Witz durch das abwechslungsreiche Programm führte.
Christa Ruitter wollte für die „Lungenhungrigen“ bei Bürgermeister Ketteler ein gutes Wort einlegen. Der erlaube aber nur Schokoladenzigaretten, um die nikotinfreie Zeit zu versüßen. Gemeinsam mit Eila Braam erzählte sie, was passieren kann, wenn ein Beamter ein Anmeldeformular mit einem Sterbeformular verwechselt. Kürzungen bei der Gesundheitsreform machten Bringfriede Verweyen zu schaffen. Sie bekam ein Euro- Norm-Gebiss vom Zahnarzt, familienfreundlich und übertragbar. Brav, im Samtrock und blonden Zöpfchen referierte Gabi Hövelmann über ihre Unschuld. „Wat is denn dat?“ fragte sie. Und auch als freches Blag in dem Sketch „Lieber Besuch“ begeisterte sie das Publikum. Für wahre Lachsalven sorgte Monika Scholten alias „Mariechen“. Sie gab einige Reeser Geschichten zum Besten. „Bei der Kirche wird auch gespart“, meinte sie. „Wenn du im Pfarrbüro anrufst, dann kommt der Hinweis: Bitte nach dem Piepton beichten.“ An der Bushaltestelle erzählte ein Junge (Annemarie Schapdick) Klein- Erna, dass er nicht zu Oma und Opa will, weil die den ganzen Tag nichts anhaben- kein Fernseher, kein Radio, kein Computer! Und auch mit ihrer eigentümlichen Art des Schachspiels brachten Inga Schenk und Christa Scholten die Frauen zum Lachen.
Die routinierten Damen waren bestens aufgelegt und hatten immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Kaum aus dem Lachen heraus kamen die Zuschauer beim „chinesischen Essen“ mit Stäbchen, hier überzeugte Lydia Petersen als Geisha, im „Krankenhaus“ hatten Krankenschwester und Patient so ihre Verständnisschwierigkeiten und Heike Beyer als Meta war nicht immer sehr nett zu ihrem Hugolein (Eila Braam).
Die Stimmung erreichte den Höhepunkt bei der Playback-Show zum Finale, als alle Aktiven noch einmal auf die Bühne kamen. „Das rote Pferd“ und der „Döner-Song“ begeisterten die Zuschauerinnen, die sich nach fünf Stunden Fröhlichkeit mit Applaus bedankten.
Surfen am Reeser Meer
Herzlich begrüßte Eisprinzessin Mariehilde Henning, gekonnt in Reimform, die vielen Besucherinnen, darunter auch Gäste von der kfd Emmerich und aus den Ortsteilen.
Sie erzählte humorvoll über die Probleme mit dem Reeser Meer, wo sie eigentlich im Sommer surfen wollte, berichtete über Wartezeiten vor den Schranken und Schäden an Schulgebäuden.
Und auch die holprige Dellstraße kam zur Sprache: „Die Dellstraße, unsere Prachtallee, tut jedem Rollator und Rollstuhl weh.“
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