Rees: Leiche "wahrscheinlich nicht" Judith
zuletzt aktualisiert: 05.03.2009 - 13:42Bei der in einem Wäldchen an der Groiner Allee in Rees gefundenen Frauenleiche handelt es sich offenbar nicht um die vermisste Judith Spiller. Pressesprecher Wolfgang Lindner von der Kripo Krefeld sagte gegenüber unserer Redaktion, dass die Tote "wahrscheinlich nicht" das 14-jährige Mädchen aus Wesel sei.
Zuvor hatte es Befürchtungen gegeben, die seit dem 9. Februar vermisste Judith wäre das Opfer der von der Polizei als Tötungsdelikt eingestuften Tat in Rees. Wie unsere Redaktion erfuhr, war der Schädel des Opfers zertrümmert. Die Frau dürfte zudem bereits vier bis fünf Wochen am Fundort in Rees gelegen haben.
"Wir können bestätigen, dass es sich um eine weibliche Leiche handelt", hatte Pressesprecher Heinz van Baal von der Polizei Kleve am Morgen auf Anfrage unserer Redaktion erklärt und hinzugefügt: "Dem Anschein nach könnte es sich um ein Tötungsdelikt handeln."
Ein Reeser Landwirt hatte die Frau am Mittwochabend bei einem Spaziergang entdeckt. "Ich war mit meinem Jagdhund unterwegs, als der plötzlich anschlug", erklärte er. Den Fund meldete er umgehend den Behörden.
Federführend bei den Ermittlungen ist die Mordkommission Krefeld. Die Krefeler Polizei-Sprecherin Susanne Nast erklärte unserer Redaktion, dass "die Spurensicherung noch vor Ort" sei. Informationen über einen zetrümmerten Schädel wollte sie allerdings noch nicht kommentieren. "Im Laufe des Tages wird eine Obduktion durchgeführt, dann wissen wir mehr", sagte Nast.
Die Leitung der Kommission wird Günter Kranz übernehmen, der Anfang 2007 bereits den Mord am Straelener Bernd Klümpen mitaufklären konnte.
Der Tod des 19-Jährigen hatte für Entsetzen in Straelen gesorgt. Klümpen war am Abend des 9. Dezember 2005 vor einer Kneipe auf dem Johann-Giesberts-Platz niedergestochen worden. Passanten hatten vergeblich versucht, sein Leben zu retten.
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