Rees: Mariehilde Henning: Adé mit Fotoerinnungen
zuletzt aktualisiert: 12.02.2009Rees (RPO). Tolles Bühnenbild
"Time to say goodbye" – "Zeit, auf Wiedersehen zu sagen" war es für Mariehilde Henning nach ihrer 30. kfd-Karnevalssitzung als Präsidentin. "Ihr lieben Frauen ist es wahr, dass ich hier steh´seit 30 Jahr? Als Clown vom Dienst, immer heiter, mal ganz schön doof und mal gescheiter", hatte sie in der Begrüßungsrede zu ihrer letzten Sitzung noch gedichtet.
Noch ein bisschen Hilfe
30 Mal die Sitzungen moderiert, 30 Mal mit dem Publikum ihre originellen, selbstgedichteten Lieder in feinstem Reeser Platt gesungen, 30 Mal als Hahn, Zigeunerin, Zwerg, Schneefrau und in vielen, vielen anderen Verkleidungen auf der Bühne gestanden, 30 Mal schnell noch einen Witz erzählt, um Zeiten zu überbrücken, wenn die Technik noch nicht so weit war oder auch mal ganz versagte, 30 Mal die karnevalistischen Fäden in der Hand gehalten.
Und das ist jetzt zu Ende? Der Reeser Frauenkarneval ohne Mariehilde Henning – kann man sich das vorstellen? Doch so ganz geht sie nicht, sie hofft, dass sich Nachfolgerinnen aus dem engagierten Karnevalsteam finden, die ihren, zugegebenermaßen verantwortungsvollen und aufwändigen Job übernehmen – und sie wird diese dabei unterstützen. Aber eben nicht mehr als Präsidentin.
Viel Wehmut war an diesem Mittwochabend nach der letzten Sitzung nicht nur bei der engagierten Karnevalistin, sondern auch im Team. Und so hatte man sich etwas Besonderes für die Verabschiedung ausgedacht. Die kfd-Frauen fertigten ein Fotoalbum an: ein Rückblick mit Fotos, Zeitungsberichten und den verschiedenen Motti ab 1980, dem Beginn des Frauenkarnevals.
Als Highlight wurden die Bilder als Fotoschau in einer Power-Point-Präsentation den begeisterten Besucherinnen der Mittwochsitzung gezeigt. Joachim Braam sorgte für die Technik, Mutter Eila "umrahmte" die Fotos mit passenden Worten. Klar, Blumen gab es auch noch.
Wie hatte es Mariehilde Henning in ihrer Rede formuliert: "Eines sag ich mit Bedacht, es hat uns immer Freud´gemacht!"
Eine wunderschöne Kulisse hatten die kfd-Damen wieder auf die Bühne des Bürgerhauses gezaubert. Im Hintergrund hing ein riesiges Poster mit Saloon-Ansicht, davor stand eine Holzbank, umgeben von etlichen Strohballen und einem Holzgerüst mit Heu. Große Pappkakteen, Wagenräder, Sattel und ein Holzbalken, an dem die Steckenpferde "angebunden" wurden, rundeten das stilechte Bild ab.
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