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Emmerich: Mehr Müll als im letzten Jahr

VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 22.03.2010

Emmerich (RPO). Fahrräder, Windeln, Holzpaletten und Katzenstreu: Politik und Verwaltung sammelten beim "Dreck-weg-Tag" wieder Unrat ohne Ende. Zur Belohnung gab es nach getaner Arbeit eine leckere Erbsensuppe.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Politiker trafen sich am Samstagmorgen auf dem Geistmarkt. Anschließend säuberten sie die Innenstadt, ehe sie nach zwei Stunden Berge von Müll entsorgt hatten.   Foto: RPO
Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Politiker trafen sich am Samstagmorgen auf dem Geistmarkt. Anschließend säuberten sie die Innenstadt, ehe sie nach zwei Stunden Berge von Müll entsorgt hatten. Foto: RPO

Alles andere als frühlingshaft war das Wetter, als sich Bürgermeister Johannes Diks, Ratsmitglieder, aber nur von CDU und SPD, Mitglieder aus der Verwaltung sowie des Vereins "Stadtbild" zum traditionellen Frühjahrsputz der Stadt aufmachten. Bereits zum fünften Mal fand am Samstagmorgen der "Dreck-Weg-Tag" statt und trotz des Regens waren rund 25 fleißige Helfer gekommen, um einige markante Stellen vom Schmutz zu befreien.

Pünktlich zu Beginn der Aktion hörte der Regen auf und so hatte auch Hans-Jürgen Kraayvanger, der einen Regenschirm mitgenommen hatte, beide Hände zum Müllsammeln frei. In Dreier- und Vierergruppen machten sich die Helfer auf dem Weg, von den Kommunalen Betrieben wurden sie mit Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen ausgestattet. Helmut Schaffeld, Klaus Gruyters, Jörg Illbruck und Gregor Holtkamp vom Bauhof holten per Anhänger den Müll ab. Zwei Stunden lang wurde gesammelt, bevor sich alle wieder am Rathausvorplatz trafen und mit einer warmen Erbsensuppe, Knackwürstchen und Brötchen belohnt wurden.

Info

"Jägermeisterallee"

Am Blinden Weg machte sich der Bürgermeister an die Arbeit. "Den Weg werden wir in ,Jägermeisterallee' umbenennen nach dem, was wir dort an kleinen und großen Flaschen dieser Sorte gefunden haben", sagte Johannes Diks.

Gerade einsam gelegene Flächen würden als wilde Müllkippen genutzt.

Herbert Kleipaß war mit Ulrich Runge und Michael Rozendaal an der Wardtstraße unterwegs. "Da lag wesentlich mehr Müll als im letzten Jahr", so der Stadtarchivar. Fahrräder, bündelweise Anzeigenblättchen, Schnapsflaschen und eine komplette Schlafzimmereinrichtung luden sie auf den Anhänger, der zwischendurch am Bauhof entladen werden musste. "Erschreckend war auch, dass wir dort einiges an Haschbriefchen gefunden haben", meinte Kleipaß. An der Fulkskuhle und dem Fußweg längst der Bahn sammelten Arnfried Barfuß, Elke Trüpschuch, Birgit Offergeld und Christel Hülsberg. Dort lagen Windeln und Katzenstreu, das von Bürgern unerlaubterweise entsorgt worden war.

Die jüngsten "Müllsammler" waren Frederik und Felicitas Elbers, die Papa Markus und Dieter Baars an der Kupferstraße begleiteten. "Ich habe Autoreifen und einen Kanister gefunden", berichtete der Sechsjährige und Felicitas entdeckte Holzpaletten und Zaunpfosten. Eines fiel Markus Elbers aber positiv auf: "Der Fast-Food-Müll ist bedeutend weniger geworden."

Johannes ten Brink, Botho Bouwer, Kurt Reintjes und Hans-Jürgen Kraayvanger reinigten den Bahnhof. "Der hatte es wirklich nötig, da kümmert sich sonst keiner drum", meinte ten Brink. Schließlich sei der Bahnhof so etwas wie ein Empfangsportal der Stadt.

Quelle: RP

 
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