Emmerich: Mehr Platz für die Container
VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 25.07.2008Emmerich (RPO). Bis zum Herbst soll der Emmericher Hafen um 12 000 Quadratmeter größer werden. Mittelfristig seien weitere Investitionen denkbar, so der Bürgermeister. Über eine geänderte Zufahrt zum Gelände wird bereits nachgedacht.
Besondere Ereignisse bedürfen einer besonderen Symbolik. Mit Bürgermeister Johannes Diks, Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers, Hafen-Geschäftsführer Ulrich Schnake und StandortEntwickler Arndt Wilms griffen gestern gleich vier Mann zur Schüppe, um Zeitung und Fernsehen das obligatorische Bild zum ersten Spatenstich zu ermöglichen. Schließlich wird das Rhein-Waal-Terminal bedeutend größer. Der Hafen wächst fast um ein Drittel seiner bisherigen Fläche, damit die stetig zunehmende Zahl an Containern weiter problemlos umgeschlagen werden kann.
Bundesstraße entlasten
Konica-Minolta ist einer der Gründe für den Boom, der „die Erweiterung des Hafens unerlässlich macht“, so Johannes Diks. Der Bürgermeister denkt jetzt schon weiter. Er kann sich zusätzliche Investitionen in den Hafen gut vorstellen. „Die werden mittelfristig auch notwendig sein, zum Beispiel wenn es gelingt, ein weiteres Großunternehmen nach Emmerich zu holen“, sagte er gestern. Geld muss dann möglicherweise in neue Zufahrtstraßen für den Hafen gesteckt werden. Mann müsse allerdings erst einmal abwarten, wie sich die Situation mit dem zunehmenden Lkw-Verkehr entwickele und was das in Auftrag gegebene Gutachten zu einem möglichen Kreisverkehr an der B 8/Höhe Aldi sagt, so Diks. „Vorstellbar ist, den Verkehr über das Hafen-Gelände zu führen und damit die Bundesstraße vollständig zu entlasten“, führte der Bürgermeister weiter aus.
Doch das ist noch Zukunftsmusik. Die Investitionen, um die es jetzt erst einmal geht, verschaffen dem Terminal 12 000 Quadratmeter weitere Fläche. Der größte Teil davon ist als Stellplatz für Container gedacht, etwa 1600 Quadratmeter als Haltefläche für Lastwagen. Der geplante Büroanbau bietet 405 Quadratmeter Platz, gedacht wurde auch an zusätzliche Parkplätze für Kunden und Mitarbeiter.
Bis Herbst, wenn die Arbeiten beendet sind, werden insgesamt 11 000 Kubikmeter Erde bewegt worden sein. „Auch ein Pumpwerk muss errichtet werden, damit bei Hochwasser die Flächen nicht überspült werden“, erläuterte gestern der zuständige Planer Udo Bovenkerk.
Die Baukosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro. Noch nicht ganz geklärt ist dabei die Förderung durch den Bund. Sie ist zugesagt, doch ihre Höhe ist ungewiss. Der Hafen hofft auf eine Förderung zwischen 50 und 80 Prozent. Laut Geschäftsführer Ulrich Schnake werden Anfang August dazu entsprechende Gespräche geführt.
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