Emmerich: Noch öfter sonntags einkaufen
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 08.05.2008Emmerich (RPO). Rees hat ebenso wie Emmerich jetzt die Anerkennung als Ausflugsort vom Wirtschaftsministerium bekommen. Bestimmte Branchen dürfen jetzt an 40 Sonntagen die Geschäfte öffnen.
REES/emmerich Nach verkaufsoffenen Sonntagen gab es in diesem Jahr eine besonders große Nachfrage. So viele wie nie finden im Stadtgebiet von Rees statt, was auch an den aktiven Geschäftsleuten in Millingen und Haldern liegt. Und künftig wird die Zahl erheblich steigen. Denn rechtzeitig zum Start der Tourismussaison wurde der Stadt Rees vom NRW-Wirtschaftsministerium das Prädikat „Staatlich anerkannter Ausflugsort“ verliehen.
Das bedeutet, dass eine Reihe von Geschäften in Rees künftig an 40 Sonn- oder Feiertagen im Jahr öffnen dürfen. Diese Erlaubnis gilt für Läden, in denen Tourismusartikel, Waren zum sofortigen Verzehr, Tabakwaren, Blumen, frische Früchte oder Zeitungen angeboten werden. Die konkreten Details werden in der nächsten Woche mit den Vertretern der Gewerbevereine aus Rees und den Ortsteilen besprochen.
Auch in Emmerich
Auch Emmerich hat jetzt die Anerkennung als Ausflugsort bekommen.
Während dieses Prädikat und damit die Erlaubnis für die Ladenöffnung in Rees allerdings für das gesamte Stadtgebiet (mit Ortsteilen gilt), ist es in Emmerich auf vier Bereiche beschränkt.
In Emmerich gilt das Prädikat für die Promenade, das Christoffeltor, Alter Markt und Fischerort.
Die Anerkennung ist weder in Rees noch in Emmerich zeitlich befristet.
Einheitliche Öffnungszeiten ?
„Ergebnis dieses Gesprächs soll sein, eine für Rees einheitliche Regelung bei den Öffnungszeiten zu finden“, erläutert Ludger Beltermann, der bei der Verwaltung für den Bereich Fremdenverkehr und Wirtschaft zuständig ist. Sinnvoll sei schließlich, dass die Geschäfte sich sonntags dann auch bei den Öffnungszeiten absprechen. Wenn einige Läden vormittags, andere dann nachmittags geöffnet seien, sei das nicht sehr förderlich. Daher soll bei dem Gespräch in der nächsten Woche auch abgeklärt werden, welche Einzelhändler sich beteiligen und ihre Läden sonn- und feiertags öffnen wollen. „Bei den Öffnungzeiten werden selbstverständlich die örtlichen Gottesdienstzeiten berücksichtigt“, versichert Beltermann.
Die neue Regelung müsse sich auch erst einmal einspielen und langsam wachsen. „Sicher werden viele erst einmal beobachten, wie sich das Ganze entwickelt“, sagt Beltermann. Die 40 Sonntage würden auch nicht von der Verwaltung vorgegeben, sondern in Abstimmung mit den Händlern festgelegt. Zu diesen 40 Sonntagen kämen die „offiziellen“ verkaufsoffenen Sonntage noch dazu, an denen dann alle Geschäfte öffnen dürfen.
Rees hatte den Antrag auf Anerkennung als Ausflugsort vor zwei Jahren gestellt. Jetzt kam die Nachricht vom Ministerium, die Bürgermeister Dr. Ketteler freute. „Ich bin mir sicher, die Anerkennung als Ausflugsort wird einen zusätzlichen Impuls für den Einzelhandel bringen und die touristische Attraktivität unserer Stadt weiter fördern.“
Rainer van Laak, Vorsitzender der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) ergänzte: „Für eine Stadt, in der der Tourismus eine große Rolle spielt, gehört es dazu, dass auch bestimmte Geschäfte geöffnet haben.“
Auch Horst Schapfeld vom Gewerbeverein in Haldern und Olav Dumke vom Gewerbestammtisch in Millingen begrüßten die neuen Möglichkeiten. Der Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) habe mit seinen Aktivitäten einen erheblichen Beitrag zur Anerkennung geleistet, so die Reeser Stadtverwaltung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



