Emmerich: Obi: Emmerich raus aus dem Geschäft
VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 18.04.2009Emmerich (RPO). Der Baumarkt-Riese "Obi" wickelt seine Importe nicht mehr über Emmerich ab. Das hat gestern Hafen-Chef Ulrich Schnake bestätigt. Der Emmericher Hafen verliert damit rund 3500 Container jährlich, hieß es gestern.
Betroffen ist auch die Spedition Hoves aus Rhede (Kreis Borken). Das Unternehmen transportierte von Emmerich aus die Güter deutschlandweit. Firmenchef Andreas Hoves: "Bislang war Emmerich für Obi das Zentrallager. Jetzt hat man aber auf fünf Regionallager umgestellt." Und da hat Emmerich, so Hoves, auf Grund seiner Lage schlechte Karten. "Für ein Zentrallager ist Emmerich mit seinem Hafen sehr gut. Aber für ein Regionallager liegt die Stadt zu sehr am Rand."
Mehr als zehn Jahren hatte Hoves einen Vertrag mit Obi. Der läuft nun im Sommer aus. Damit ist auch offen, was mit den großen Lagerflächen an der Stadtweide 11 und 13 geschieht. Diese hatten Obi und Hoves gemietet. Die Ware wurde hier gelagert und anschließend deutschlandweit verteilt.
Weniger Container-Umschlag im Hafen ist natürlich schlecht fürs Geschäft, zumal Obi als Kunde natürlich auch gut fürs Image des Hafens ist. "Es trifft uns allerdings nicht so hart", erklärte Schnake gestern. Der Grund: Durch Konica-Minolta erlebt der Hafen derzeit einen absoluten Aufschwung. Schnake: "Auch wenn das Geschäft mit Obi wegfällt, haben wir noch im ersten Quartal einen Zuwachs verzeichnet."
Hoves bemüht sich derzeit um neue Aufträge, um weiterhin in Emmerich im Geschäft zu bleiben. Schnake wird sich mit Hoves ebenfalls in der kommenden Woche zusammen setzen.
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