Emmerich: Probat streicht 61 Stellen
VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 05.12.2009Emmerich (RPO). 374 Menschen arbeiten bei Probat. 61 müssen gehen. Wer das sein wird, erfahren die Mitarbeiter erst in der kommenden Woche. Gestern teilte Geschäftsführer Wim Abbing den Mitarbeitern die bittere Wahrheit mit.
Pbobat reduziert die Anzahl der Manager von 38 auf 21 und die Anzahl der direkt an die Geschäftsführung berichtenden Bereichsleiter von neun auf fünf.
"Diese erhebliche Organisationsänderung betrifft neben den Führungskräften nahezu das gesamte Haus und wurde in intensivem Dialog auch mit dem Betriebsrat abgestimmt", heißt es in einer Pressemitteilung.
Es werden insgesamt 61 Planstellen gestrichen. Neben der Nichtbesetzung freiwerdender Stellen und der Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge werden 40 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Die Kündigungen gelten für den den Standort Emmerich. Tochterfirmen im Ausland sind nicht betroffen.
Hohe Exportrate
Weltweit beschäftigt der Röstmaschinen-Hersteller mehr als 600 Mitarbeiter, die sich neben Deutschland auf verschiedene Unternehmen in Italien, den USA und Brasilien verteilen.
Probat exportiert etwa 80 Prozent seiner Produkte nach Europa, Nordamerika sowie Mittel- und Südamerika.
Quelle: Homepage Probat
Wer entlassen wird, das erfahren die Mitarbeiter in der kommenden Woche. Bislang wissen sie nur, dass 61 Stellen gestrichen werden.
Das Unternehmen wird in der kommenden Woche ebenfalls erläutern, wie die Strukturen bei Probat künftig sein werden.
Abbing: "Es wird immer wichtiger, eine schnelle und wirkungsvolle Antwort auf die Wünsche des Marktes zu haben. Dies wollen wir durch eine gezielte Reduzierung der Bereiche und Stabsabteilungen erreichen."
Im Oktober hatte Probat erklärt, dass das Unternehmen einen gegenüber 2008 halbierten Auftragseingang zu verkraften habe. "Nur auf Grund des ungewöhnlich hohen Auftragsbestands zum Jahresanfang 2009 hält sich der Einfluss auf den Jahresumsatz in Grenzen."
Abbing erklärte gestern auf der Versammlung für die Mitarbeiter, dass auf dem Markt zwar wieder Bewegung sei. Das müsse sich jedoch noch in Aufträgen niederschlagen.
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