Emmerich: Rock-over: Pächter ist sauer auf die Stadt
zuletzt aktualisiert: 14.02.2009Emmerich (RPO). Das sind keine guten Vorzeichen: Martin Heister, Pächter des möglichen neuen Geländes für das Rock-over-Festival, ist gar nicht begeistert von dem Vorschlag von Bürgermeister Johannes Diks.
Der hatte nämlich die Wiese unterhalb der Rheinbrücke, zwischen Fluss und Yachthafen/Klinkerwerke Muhr gelegen, als Veranstaltungsort ins Spiel gebracht (die RP berichtete). "Ich bin nicht gerade ein Festival-Typ", macht der Landwirt aus Klein-Netterden keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen diese Art der Veranstaltung.
Doch auch die Tatsache, dass Diks seiner Meinung nach mit dem Vorschlag einfach vorgeprescht ist, ohne vorher mit ihm zu reden, schmeckt Heister nicht. Es habe zwar eine Unterhaltung mit dem Eigentümer, der nichts gegen ein solches Festival habe, gegeben. Doch mit ihm habe Diks eben nicht gesprochen.
Wobei Heister das Engagement des Bürgermeisters in Sachen "Rock-over" sowieso nur für "Stimmenfang bei Jungwählern" hält. Schließlich wolle er in diesem Jahr ja wiedergewählt werden.
Einmal in Fahrt, gibt Heister ebenfalls zu, dass er nicht gerade scharf darauf ist, der Stadt mit der Überlassung des Geländes einen Gefallen zu tun. "Denn da bin ich schon zwei Mal richtig enttäuscht worden", so der Landwirt weiter. Zum einen hätten Stadt (und Politik, die Red.) es abgelehnt, Windräder auf seinen Wiesen in Klein-Netterden zu genehmigen. "Dadurch habe ich natürlich Geld verloren", sagt Heister.
Und auch mit dem von der Stadt geplanten dritten Autobahn-Anschluss in Höhe der Brücke Netterdensche Straße ist er nicht zufrieden. Gemeinsam mit 50 Anwohnern hat er eine Bürger-Initiative gegründet, die vor allem um die Sicherheit der dortigen Menschen fürchtet. Sie favorisieren eine Auffahrt an der Budberger Brücke, weil dann die eigenen Grundstücke nicht betroffen wären.
Doch einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Rock-over-Macher scheint es doch noch zu geben. Denn Heister gibt augenzwinkernd zu, dass "wir doch alle käuflich sind". Was er meint: Sollte ihm die Stadtverwaltung eine entsprechende Summe für die Überlassung der Fläche am Hüthumer Meer bieten, könnte er sich die ganze Sache ja noch mal überlegen . . .
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