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Emmerich: Stadt warnt vor Lärm-Problem

VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 27.03.2010 - 15:37

Emmerich (RPO). Beim Erörterungstermin für die Auskiesung Haffensche Weiden hat die Stadt noch einmal ihren Standpunkt klar gemacht. Sie befürchtet Probleme durch eine längere Abgrabung für einen Freizeitbetrieb am Reeser Meer.

Der Erörterungstermin zur Auskiesung rund um den Deckershof hat das bestätigt, was bereits im Vorfeld immer wieder zu hören war.  Foto: RPO
Der Erörterungstermin zur Auskiesung rund um den Deckershof hat das bestätigt, was bereits im Vorfeld immer wieder zu hören war. Foto: RPO

Der Erörterungstermin zur Auskiesung rund um den Deckershof hat das bestätigt, was bereits im Vorfeld immer wieder zu hören war. Das Areal ist im Gebietsentwicklungsplan (GEP) als Fläche für Auskiesung vorgesehen, daher wird auch die Genehmigung zur Abgrabung erteilt werden.

„Es wurde immer wieder betont, dass der Kreis Kleve gar nicht anders kann, als die Auskiesung zu beschließen“, sagte Bauamtsleiterin Elke Strede, die für die Stadtverwaltung an dem Termin teilgenommen hatte. Im Auftrag der Politik hatte sie auf einige Punkte hingewiesen, die aus Sicht der Stadt bei dem Projekt in die Genehmigung aufgenommen werden müssten.

„Wenn wir die Auskiesung schon nicht verhindern können, sollten zumindest unsere städtebaulichen Wünsche berücksichtigt werden“, sagt Elke Strede. Zu denen gehört der Ferienpark am Reeser Meer.

Daher hat die Stadt Wert darauf gelegt, dass es eine wirksame Lärmvorsorge gibt, um einen eventuellen Parallelbetrieb von Ferienpark und Auskiesung zu ermöglichen. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass die Wasserfläche für den Wassersport in wesentlichen Teilen genutzt werden könne.

Auf diese Punkte hatte die Stadt bei dem Termin aufmerksam gemacht. Die aktuelle Diskussion um den Deckershof war für Harry Schulz (SPD) der Anlass, nachzuhaken, was denn wirklich im GEP aufgenommen ist. Elke Strede erläuterte, dass der Rat 1996 selbst der Ausweisung der Fläche im GEP zugestimmt habe.

Die Firma habe nur damals keine Genehmigung beantragt, weil sie die Flächen noch nicht aufkaufen konnte. Fakt sei, dass die Flächen im GEP enthalten sind und nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts diese Ausweisung auch bindend ist. Schulz wollte weiter wissen, welche Flächen denn noch im GEP für Auskiesung reserviert sind. Er habe davon gehört, dass sogar eine Abgrabung bis zur Kirche in Haffen im Gespräch sei.

„Das ist kein Thema mehr. Bei diesen Überlegungen handelt es sich lediglich um einen Wunsch der Kiesfirma, der bereits Anfang der 90er Jahre von der Stadt abgelehnt wurde“, stellte Elke Strede klar. Eine mögliches Auskiesungsareal ist in Rees freilich noch enthalten. Die so genannte „Seegersfläche“ zwischen dem Südsee des Reeser Meers und dem Ökosee. „Weitere Gebiete gibt es im GEP für Rees nicht“, so die Bauamtsleiterin.

Quelle: RP

 
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