Emmerich: Textsichere Hardrocker
VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 25.08.2009Emmerich (RPO). Am Samstag feiert die neue Band-Plattform "Live Music Emmerich" Premiere. Vier Gruppen treten dabei auf. Sie haben auch zuvor eingesandte Texte zu Songs verarbeitet, die sie bei dieser Gelegenheit spielen werden.
Wenn Tommy Hartung in die Saiten greift, dann geht es zumeist um die handfesten Dinge des Lebens. Textlich dreht sich die Song-Welt des Emmericher Hardrock-Gitarristen um alltägliche Geschehnisse, betrachtet mit der sozialkritischen Brille.
In wenigen Tagen jedoch muss seine Hardrock-Band "No Inner Limits" zumindest bei zwei Liedern kräftig umdenken. Denn die handeln mehr oder weniger von Emmerich. Insgesamt neun Texte, die zuvor von Emmericher Bürgern eingeschickt wurden, werden am Samstag bei "Live Music Emmerich" von vier verschiedenen Gruppen auf die Bühne gebracht. Ein besonderes Bonbon, mit dem die Organisatoren um Eva Hagen und Joke Wiggenraad das Publikum ins PAN locken möchten.
Tickets gibt es hier:
Karten zu fünf Euro das Stück sind im Theaterbüro im PAN, dem Bürgerbüro in der Steinstraße und beim iCE an der Rheinpromenade oder an der Abendkasse erhältlich.
Weitere Info über die Veranstaltung im Internet unter:
Karneval und Hard-Rock
"Für uns war das eine ganz schöne Herausforderung", verrät Tommy Hartung. Denn nicht nur, dass die Band von Englisch auf Deutsch umschalten musste und normalerweise erst eine Melodie und dann den Text schreibt – auch scheint sich die Muttersprache manchmal gar nicht so einfach "verrocken" zu lassen. "Einen Begriff wie ,Emmericher Rheinbrücke' kann man zwar rappen, aber nur schlecht singen", erklärt der Emmericher Gitarrist. Pro Lied habe die Band etwa sechs Stunden gebraucht, um eine passende Melodie zur Textvorlage zu komponieren. Eine davon heißt "Freunde" und stammt von Ulrich Döbberthin. Dass der Texter in diesem Fall musikalisch durch den Karneval kein unbeschriebenes Blatt ist, sei dem Song zugute gekommen. "Das ließ sich sehr gut umsetzen. Wir haben daraus eine Version à la AC/DC und Metallica gemacht", so Hartung.
Ähnliche Erfahrungen dürften auch die anderen Bands wie die "Hot Rock Devils"und "King Pin" gemacht haben, die ebenfalls am Samstag auftreten. Für die vierte Gruppe im Bunde, "GeNe@Work", war die Herausforderung noch mal eine ganz besondere. Denn die deutsch-niederländische Formation widmet sich zusätzlich noch einem echten "Emmericher Klassiker", nämlich dem "Wandergesell" von Eduard Künneke.
"So etwas hatten wir schon im Künneke-Jubiläums-Jahr vor, doch es kam nicht zustande. Dass es jetzt klappt, ist umso schöner", freut sich Ludger Heyming der von Seiten der Kulturbetriebe das Band-Projekt betreut.
Termin: Sa., 29. August, 21 Uhr im PAN-kunstforum (Einlass ab 20 Uhr).
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