Rees: Therapie direkt vor der Haustür
zuletzt aktualisiert: 24.11.2007Rees (RPO). Wer in letzter Zeit durch den Eingang ins Reeser Krankenhaus gekommen ist, hat vermutlich gestutzt und überlegt, ob er sich in der Tür geirrt hat. Denn das Haus ist nach dem umfangreichen Umbau innen kaum wieder zu erkennen. Therapieräume, die bisher im Keller waren, wurden in hellen Räumen im Erdgeschoss untergebracht. Das Haus präsentiert sich modern und freundlich und nach dem früheren Operationssaal wird man jetzt vergeblich suchen. Die beiden OP-Räume sind nämlich komplett entkernt und alle Wände entfernt worden. Dort wo früher mit dem Skalpell gearbeitet wurde, ist jetzt ein 170 Quadratmeter großer Bereich für Trainingstherapie entstanden. Ein Raum, der auf den ersten Blick wie ein großes Fitness-Center wirkt und Herzstück der ambulanten Reha-Abteilung im Reeser Krankenhaus ist.
Ein Angebot, das in der Umgebung einzigartig ist. Bisher mussten Patienten für die Therapie nach einer orthopädischen Operation weite Wege auf sich nehmen. „Jetzt können wir den Patienten dieses Angebot direkt vor der Haustür machen“, freut sich Chefarzt Dr. Michael Wolf, der ebenso wie Rian de Louwere, Leiterin des Reha-Zentrums, große Hoffungen mit dem neuen Konzept verbindet. Im Unterschied zu einem stationären Aufenthalt haben die Patienten die Möglichkeit, am Nachmittag wieder nach Hause zu gehen und müssen damit nicht auf die vertraute familiäre Umgebung verzichten. Gleichzeitig kann in Rees das gleiche Angebot wie in einer Reha-Klinik vorgehalten werden, einzige Ausnahme: die ambulante Reha ist nachts geschlossen.
Erst einmal 20 Plätze
20 Plätze sind im ersten Schritt eingerichtet worden, Ziel ist, diese Zahl zu verdoppeln. Für Dr. Michael Wolf ist das nur eine Frage der Zeit. „Der Bedarf an ambulanten Reha-Angeboten steigt und wird in den kommenden Jahren noch zunehmen.“
Betreut werden die Patienten in der ambulanten Reha-Abteilung von einem Team, in dem verschiedenen Berufsgruppen eng zusammenarbeiten wie Arzt, Physiotherapeuten oder Psychologen. Die Therapiezeit beträgt mindestens vier Stunden täglich, dazu kommen Pausen und Zeit für das Mittagessen, das es ebenfalls im Haus gibt. In der Regel sind die Patienten so von 8 bis 16 Uhr im Krankenhaus und können danach wieder nach Hause gehen. Rund 1,25 Millionen Euro investierte die Krankenhaus-Holding in den Umbau des Gebäudes, in dem auch eine stationäre Reha-Abteilung und die Geriatrie untergebracht sind. Die neuen Räume werden bei einem Tag der offenen Tür am 12.Januar ab 12 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt.
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