Rees: Über die eigene Trauer sprechen
zuletzt aktualisiert: 16.04.2009Rees (RPO). Pastoralreferentin Barbara Bohnen wartet in der kommenden Woche mit einem neuen Angebot auf: Sie möchte einen Gesprächskreis ins Leben rufen für Menschen, die trauern. Ein erstes Treffen findet am Dienstag, 21. April, um 16.30 Uhr im Kolpinghaus statt. Im Interview erläutert sie RP-Redakteur Markus Balser die Hintergründe für die neue Gruppe.
Was hat Sie dazu bewegt, diesen neuen Gesprächskreis gründen zu wollen?
Barbara Bohnen Ich habe aus vielen Gesprächen erfahren, dass es einfach den Bedarf dafür gibt. Es gibt zwar bereits Seminare mit dem gleichen Ziel, jedoch bedeutet das für viele Betroffene eine zu große Überwindung, ein Wochenende dafür irgendwo hin zu fahren. Deshalb wollte ich ein Angebot vor Ort machen.
Wie kann der Gesprächskreis Trauernden helfen?
Bohnen Viele Menschen fühlen sich in ihrer Trauer alleine gelassen, weil ihr Umfeld nicht nachvollziehen kann, wie es ist, einen nahe stehenden Menschen zu verlieren. Die Trauernden ziehen sich dann oft zurück, weil sie niemandem haben, mit dem sie über ihre Trauer sprechen können. Das kann den Prozess des Trauerns sogar noch verlängern. Der Gesprächskreis soll dazu dienen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die von einander wissen: Der andere hat das Gleiche erlebt wie ich.
Trauer ist aber auch etwas sehr Privates. Gibt es da nicht eine Hemmschwelle?
Bohnen Das mag bei manchem so sein. Die meisten sind aber doch eher froh darüber, wenn sie sich denn erst einmal geöffnet haben, um über ihre Trauer zu sprechen. Wenn man weiß, dass man mit Gleichgesinnten redet, fällt das auf jeden Fall leichter.
Wie häufig wird sich diese Gruppe treffen?
Bohnen Diese Frage habe ich bewusst offen gelassen, das soll die Gruppe selbst entscheiden.
Für Rückfragen und Informationen steht Barbara Bohnen unter Telefon 02850/901192 zur Verfügung.
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