Rees: Überzeugende Kirchenklänge
VON JULIUS BRÜNTINK - zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Rees (RPO). Keine Frage, um den musikalischen Nachwuchs in Rees muss man sich keine Sorgen machen. Das bewies bereits der Auftakt der zweiten Tage der Kirchenmusik. Dem Vorabend-Gottesdienst verliehen die Haldern Strings einen ganz besonderen Charakter. Als musikalische Gäste präsentierten sie die Suite in F „Lady Radnor‘s Suite“ von Hubert Parry.
Die Heilige Messe am Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Weltmission, und Kantor Klaus Lohmann hatte für den Jungen Chor Rees das passende Motto „Singt in allen Sprachen und Tönen“ gewählt. Auch die Lieder war daher mehrsprachig ausgewählt worden. Der mit viel Beifall bedachte Gottesdienst endete passenderweise mit dem Lied „Singt dem Herrn alle Völker udn Rassen.“
Junge, lebendige Chormusik ist das Markenzeichen von „TimeOut“. Dies stellte der Chor im vollbesetzten Bürgerhaus eindrucksvoll unter Beweis. Chorleiter Klaus Lohmann versprach den Gästen eine „musikalische Auszeit“. Er wünschte, dass der „Funke überspringt“ und alle „mitgrooven“.
Die zwölf Sängerinnen harmonierten prächtig mit den fünf Männerstimmen. Gerade aus diesem Wechselspiel bezog der Auftritt seinen Reiz. Der Chor präsentierte 13 Lieder aus seinem Repertoire, von schnellen Gospelsongs wie „Free your soul“ bis zu dem ruhigen Stück „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Dem Chor war die Freude an der Sache anzusehen. Die Sängerinnen und Sänger wippten im Takt. Es groovte wirklich, wie Klaus Lohmann es gewollt hatte.
„Let me entertain you“
Beeindruckend auch die Solisten Veronika und Tobias Lohmann. Klaus Lohmann begleitete routiniert am E-Piano. Dem Chor war eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Freude am Singen anzusehen. Das wurde deutlich, als sich die Sänger zu „Sittin’ on the Dock of the bay“ entspannt auf Stühlen niederließen.
Zum Ende des Konzerts wurde es bei „He is always close to you“ ein wenig ruhiger, bis dann beim Pop-Klassiker „Let me entertain you“ von Robbie Williams der Höhepunkt erreicht war. Da klatschte das Publikum begeistert mit. Nach mehreren Zugaben bedankte sich der Chor bei Klaus Lohmann mit einem Blumenstrauß und einem Präsent.
Katharina Thenhagels erwähnte schmunzelnd, dass ihr Chorleiter sie auch immer motiviert habe, wenn der Chor unkonzentriert oder abgelenkt gewesen sei.
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