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Emmerich: Verdächtiger streitet alles ab

VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 07.09.2010

Emmerich (RPO). Der 33-Jährige, den die Polizei in der Nacht zu Freitag festgenommen hat, bestreitet, der Feuerteufel zu sein. In U-Haft sitzt er trotzdem. Er hatte Drogen bei sich. Jetzt sind die Experten des Landeskriminalamtes am Zug.

Polizeisprecher Manfred Jakobi.  Foto: RPO
Polizeisprecher Manfred Jakobi. Foto: RPO

Der Mann aus Rheinland-Pfalz, den die Kripo Freitagnacht an der Seufzerallee festgenommen hat, bestreitet in den Verhören eine Täterschaft. Das hat gestern Polizeisprecher Manfred Jakobi erklärt. Ansonsten schweigt die Polizei weiterhin zu dem Fall, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Nur so viel steht fest: Der Mann hatte eine brennbare Paste bei sich. Nicht, wie es zunächst hieß, Brennpaste. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Denn eine herkömmliche Brennpaste, wie sie Verbraucher beispielsweise für das Fondue kaufen können, war es nicht, was der Mann bei sich trug. "Nennen wir es eher einen Brandbeschleuniger in Pastenform", so Jakobi.

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Offene Fragen

Der Festgenommene lebt in Rheinland-Pfalz. Er hat allerdings von 2007 bis 2009 in Emmerich gelebt.

Die Polizei schweigt sich darüber aus, mit welchem Verkehrsmittel der Mann vor den Bränden nach Emmerich gekommen ist.

Ebenso lässt sie im Unklaren, ob und unter welchen Umständen der Mann hier übernachtet hat.

Die Experten des Landeskriminalamtes müssen nun untersuchen, ob dieses Material benutzt worden ist, um die sechs Autos, die Freitagnacht innerhalb von 25 Minuten zwischen Alte 's-Heerenberger Straße und Seufzerallee brannten, anzuzünden. Und möglicherweise auch, ob es sich dabei um das Material handelt, das am 20. und 22. August benutzt worden ist. Bekanntlich sind auch an diesen beiden Tagen Fahrzeuge in Brand gesetzt worden. Darunter auch Wohnmobile am Yachthafen, in denen Menschen schliefen.

Dass der 33-jährige Tatverdächtige nicht wegen des Verdachts der Brandstiftung in U-Haft sitzt, sondern wegen des Besitzes von Drogen, spiegelt den derzeitigen Stand der Ermittlungen wieder. Es wird derzeit wohl auf die Arbeit der Techniker beim Landeskriminalamt ankommen.

Der Mann hatte Kokain und Amphetamine bei sich. Amphetamin wird meist unter den Namen Speed angeboten. Es ist eine synthetische Droge. Dem Verdächtigen ist nach seiner Festnahme allerdings keine Blutprobe entnommen. Das lässt darauf schließen, dass der Mann nicht unter Drogeneinfluss stand.

Quelle: RP

 
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