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Rees: Viel Applaus für Dorfbühne

VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 12.04.2010

Rees (RPO). Im Mehrer Pfarrheim wurde am Samstag "Das Verlegenheitskind" gegeben. Den Zuschauern standen dabei manchmal die Tränen in den Augen – vor Lachen. Weitere Aufführungen folgen.

Eine tolle Leistung boten jetzt die Mitglieder der Dorfbühne Mehr. Ihr Stück "Das Verlegenheitskind" kam bei den Zuschauern im Pfarrheim bestens an. Schon am kommenden Freitag gibt es die nächste Aufführung.   Foto: RPO
Eine tolle Leistung boten jetzt die Mitglieder der Dorfbühne Mehr. Ihr Stück "Das Verlegenheitskind" kam bei den Zuschauern im Pfarrheim bestens an. Schon am kommenden Freitag gibt es die nächste Aufführung. Foto: RPO

Mit stehendem Applaus bedankten sich die rund 120 Zuschauer für die fantastische Schauspielleistung der Laiendarsteller der Dorfbühne Mehr. Zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum begeisterte die muntere Truppe mit dem turbulenten und amüsanten Theaterstück "Das Verlegenheitskind", ein Schauspiel in drei Akten von Franz Streicher. Die Premiere fand am Samstagabend im Pfarrheim statt.

"Das ist alles sehr schön hier", fand Gerda Nienhaus, die aus Mehrhoog gekommen war. "Als Laienschauspieler machen sie ihre Sache wirklich sehr, sehr gut", lobte auch die Mehrerin Inge Braun. Den beiden Damen gefiel das heitere Stück, das vor 23 Jahren in Mehr mit Erfolg "uraufgeführt" wurde.

Info

48 Mitglieder

Die Dorfbühne Mehr ist hervorgegangen aus der Theatergruppe des Pfarr-Cäcilien-Chores, die bis 1973 Opern, Operetten und Singspiele aufführte.

1985 gab es einen Neuanfang mit dem Lustspiel "Der wahre Jakob", das in der Bevölkerung einen großen Anklang fand. Mittlerweile sind 48 Mitglieder in der Laienspielgruppe aktiv.

Amadeus Quandt, der bereits 1987 von Peter Rupprecht gespielt wurde, wird von seiner Ehefrau Katrin (Martina Verhoeven) an der kurzen Leine gehalten. So schwindelt er ihr vor, eine uneheliche Tochter namens Leni zu haben und bekommt jeden Monat Geld für das "arme Mädchen", das er aber mit seinem Freund August (Konrad Kuhndörfer) in Alkohol umsetzt. Der steht ebenfalls unterm Pantoffel von Ehefrau Gesche, die von Christa Rupprecht gespielt wurde, ebenso wie Leo Tekath eine der Laienspieler(innen) der ersten Stunde.

Eindrucksvolle Gestik und Mimik

Als Ehefrau Katrin zu Amadeus 60. Geburtstag dessen vermeintliche Tochter einlädt, kommt es zu lustigen Verwicklungen, als sich der Sohn Franz (Johannes Gossen) in diese verliebt, wo er doch Nachbarstochter Evchen (Anne Bücker) heiraten soll. Ivonne Rupprecht als Leni, Gabriele Biesing als deren Mutter Tine und Christian Verhoeven als Knecht standen zum ersten Mal auf den Brettern der Dorfbühne.

Immer wieder gab es Zwischenapplaus für lustige Wortwechsel, die gekonnt mit eindrucksvoller Gestik und Mimik vorgetragen wurden und für komische Szenen, etwa als August und Amadeus betrunken Arm in Arm über die Bühne torkeln. "Das ist echt witzig", lachte Ellen Hetzel aus Isselburg. "Wir haben hier schon Tränen gelacht", meinte auch Egon Krause aus Oberhausen. Gemeinsam mit Ehefrau Anneliese macht er Camping in Mehr und ist schon seit Jahren "Dauertheaterbesucher". Mindestens seit zehn Jahren schaut sich die Duisburgerin Ingetrud Bazilowski die lustigen Stücke an, sie ist ebenfalls Camperin und ist begeistert von den zauberhaften Aufführungen der Dorfbühne.

"Unser Arbeitskollege Johannes Gossen spielt hier mit. Das ist nett, den Kollegen mal in einer anderen Rolle zu sehen und er macht das wirklich gut", meinte Elisabeth Kempken aus Rheinberg, die zusammen mit Hildegard Petrow aus Menzelen einen geselligen Abend erlebte. Natürlich ging die heitere Geschichte mit einem Happy-End aus. Und Regisseurin Elisabeth Rupprecht lud alle zur Premierenfeier bei Baumann ein, wo die Schauspieler in Kostümen, erleichtert wegen der gelungenen Vorführung, gemeinsam mit den Zuschauern feierten.

Info: Die nächsten Aufführungen von "Das Verlegenheitskind" finden am Freitag, 16. und 23. April, und am Samstag, 24. April, jeweils um 19.30 Uhr und am Sonntag, 18. April, um 17 Uhr im Pfarrheim Mehr statt.

Quelle: RP

 
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