Isselburg: Weihwasser von der Feuerwehr
VON HEINZ-JÜRGEN SCHÖTER - zuletzt aktualisiert: 16.02.2010Isselburg (RPO). Mit vielen originellen Nummern setzte sich der "wilde" Isselburger Zug in Gang. Dabei gab es auch die ein oder andere Anspielung aufs aktuelle Dorfgeschehen und auf jeden Fall beste Stimmung am Straßenrand.
An guter Stimmung ließ der Isselburger Umzug nichts zu wünschen übrig: Zahlreiche bunt und toll kostümierte Narren säumten den Weg und warteten auf Kamelle. Es wurde kräftig geschunkelt und gesungen. Dem Zug voran marschierte das Isselburger Blasorchester, ihm folgte der Prinzenwagen mit Prinzenpaar und Kinderprinzenpaar im Isselburger Turm. Mit dabei Urgestein Hubert Wolsing (79) und seine Quetschkommode. Am Rathaus stieg Bürgermeister Adolf Radstaak zu. Der Kolpingwagen entsprach dem diesjährigen Motto des Isselburger Karnevals: "Närrisches Wild West Isselburg".
Der Zug bot ein buntes Spektrum: Als Flugzeuge hatte sich Jungkolping verkleidet. Klar, dass da auch kräftig das Fliegerlied gesungen wurde. Der amtierende König von Isselburg, Michael Strauch, und sein Throngefolge kamen als fesche Hawaimädchen daher. Die Feuerwehr Isselburg marschierte als Trauergemeinde. Sie trug das Feuerwehrgerätehaus zu Grabe. Vorne saß "Gerdi Knätter" Zimmermann und bespritzte als Pfarrer die Jecken mit Weihwasser.
Aus dem Dschungelcamp waren die "Schüttensteiner" nach Isselburg gekommen – eine bunt gemischte Fußgruppe großer und kleiner Dschungelbewohner. Der kegelclub "Seltene Neun" hatte eine Zooschenke mit zahlreichen exotischen Tiere auf dem Wagen. Tierisch gings auch bei "Werthers Echte" zu. Ihr Wagen war mit vielen Spinnen, Zauberern und Feen bestückt. Motto: "Wer hier spinnt, bleibt offen". Familie Lackermann aus Heelden hatte das Jagfieber gepackt. Als Raubtiere gingen sie auf Bützchenjagd. Allerdings ohne Karnevalssheriff Horst Lackermann, er weilt noch zur Erholung in Kur.
Die Messdiener aus Isselburg hatten sich in "Super Marios" verwandelt. Ein großes Fragezeichen auf ihrem Wagen wies darauf hin: "Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringt". Die "Kumpels 92" aus Emmerich waren in Isselburg das erste Mal dabei. Die Ritter, Könige und Prinzen hatten sich spontan für Isselburg entschieden, nachdem sie am Samstag bereits in Elten und Sonntag in Emmerich mitgezogen waren. Schon seit 25 Jahren dabei ist das "Bombengeschwader" eine Strickgruppe aus Isselburg. Sie wollten dieses Jahr zocken und traten als Kartenspiel auf.
Für die richtigen Klänge sorgte das Tambourcorps Werth, verkleidet als fesche Mexikane. Am Sonntag waren sie noch beim Umzug in Köln-Sürth dabei.
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