Rees: Wunsch: Rutsche für Reeser Bad
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 05.12.2009Rees (RPO). Der Weg für den Neubau eines Hallenbades in Rees ist frei. Mit dem Grundsatzbeschluss ist das Projekt auf den Weg gebracht. Vorbild für den Neubau ist ein Bad in Vreden, das 2007 eröffnet wurde. Ein Schwimmbad, das seitdem viel Zulauf bekommen hat. Vor allem von Familien.
Beim Neubau des Hallenbades in Rees haben die Verantwortlichen vor allem die Kosten im Blick. Stadtwerke-Chef Clemens Verweyen hatte sogar mal von einer "Aldi-Version" gesprochen, um deutlich zu machen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen sollen. Dass allerdings auch mit weniger Geld ein attraktives Bad gebaut werden kann, zeigt das Vorbild in Vreden. Das Hallenbad hatten sich eine Reeser Delegation an Ort und Stelle angesehen. "Unser Schwimm-Meister war ganz angetan", berichtete Verweyen bereits im Ausschuss.
Kein Wunder, denn das Bad in Vreden kann sich sehen lassen. Ähnlich wie in Rees war das Vredener Schwimmbad in die Jahre gekommen. Es stammte aus dem Jahr 1975 und war eigentlich nur als Provisorium für zehn Jahre gedacht. Daraus wurden mehr als 30.
2007 baute die Stadt ein neues Bad. Entstanden ist eine Anlage mit 25-Meter-Bahnen und einem separaten Planschbecken für Kinder mit Piratenschiff und Riesenkrokodil.
Blickfang ist die 70 Meter lange Rutsche, die ebenfalls neu gebaut wurde und aus Sicht des Vredener Schwimm-Meisters Andre Kruthoff mit das Highlight des Bades ist. "Vor allem für Kinder und Jugendliche ist unser Schwimmbad dadurch viel attraktiver geworden." Das habe sich auch deutlich bei den Besucherzahlen nach dem Umbau gezeigt.
Besonders bemerkenswert: Beim Neubau blieb man in Vreden sogar 300 000 Euro unter den veranschlagten Kosten, wie Franz Ahler, Leiter Abteilung Gebäudemanagement, mitteilt. "Die Kosten für das Gesamtobjekt beliefen sich ohne Außenanlagen auf netto 2,8 Millionen Euro", so Ahler.
Drei Millionen Euro sind auch der Rahmen, den sich die Reeser gesetzt haben. Und Wunsch ist offenbar, auch in Rees eine Rutsche zu installieren. Eine solche Anlage mache ein Bad einfach attraktiver. Zudem haben die Reeser auch hier das Vorbild Vreden im Blick. Die 70-Meter-Rutsche dort kann nämlich ganzjährig genutzt werden, weil sie sowohl vom Freibad wie vom Hallenbad zugänglich ist. Da die Rutsche in einem separaten Becken endet, wäre es im Sommer möglich, den Zugang zum Hallenbad zu schließen und den Rutschenturm dann für das Freibad freizugeben.
Wie genau das Bad in Rees aussehen soll, damit soll sich ein Arbeitskreis befassen. "Bei einem solchen Projekt ist Transparenz wichtig. Die Beteiligten müssen überlegen, was ist nötig, was ist finanzierbar", erläutert Bürgermeister Christoph Gerwers, von dem auch die Anregung für den Arbeitskreis kam. Neben Politikern sollen Vertreter von Schulen und Schwimmverein in dem Gremium beteiligt werden. Schließlich muss das neue Bad vor allem auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein.
Ein Vertreter des Schwimmvereins machte im Ausschuss bereits deutlich, dass man sehr an einem Hubboden im Bad interessiert ist. "Dann wäre es auch möglich, Wasserball im Becken zu spielen." Außerdem könnte per Hubboden der Wasserspiegel so weit gesenkt werden, dass Kleinkinder tatsächlich problemlos den Nichtschwimmerbereich nutzen können.
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