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Motorsport: Alex Müller ausgebremst

VON RENÉ DE BOER - zuletzt aktualisiert: 01.09.2009

Der Reeser Rennfahrer hatte die beste Ausgangsposition für das FIA GT-Rennen auf dem Hungaroring bei Budapest. Doch ein Fahrfehler bedeutete das frühe Aus – die Räder seines Maserati blockierten.

Info

Auf nach Portugal

In drei Wochen steht das nächste Rennen der FIA GT-Meisterschaft auf dem Programm. Am 20. September starten die Sportwagen auf dem Autodromo do Algarve im portugiesischen Portimão.

Die neue Anlage mit der 4,7 Kilometer langen Strecke wurde erst im vergangenen Winter fertiggestellt und wird von vielen Fahrern, die bereits vor Ort waren, sehr gelobt.

Beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps erlebte Alex Müller Ende Juli die sprichwörtlichen Höhen und Tiefen des Motorsports. Er schien bereits auf Siegeskurs, als ihm eine gebrochene Felge einen Strich durch die Rechnung machte. Nach der fast fünfwöchigen Sommerpause der FIA-GT-Meisterschaft, in der der 30-jährige Reeser in dieser Saison an den Start geht, wollte er beim fünften von insgesamt acht Saisonläufen den Spieß umdrehen. Auf dem Hungaroring nahe Budapest, wo noch vor einigen Wochen in Nico Hülkenberg bereits ein anderer Rennfahrer vom Niederrhein erfolgreich war, wollte auch Alex Müller wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

Schnellste Rundenzeit

Die Voraussetzungen dafür waren hervorragend. Denn im Zeittraining – entscheidend für die Vergabe der Startplätze für das zwei Stunden lange Rennen – fuhr Müller im Maserati MC 12 des Vodaphone-Teams mit Abstand die schnellste Rundenzeit. In 1:41,815 Minuten sicherte er sich zum dritten Mal in dieser Saison die Pole-Position. Nur der österreichische Ex-Formel-1-Fahrer Karl Wendlinger schaffte im Saleen-Sportwagen des tschechischen K-plus-K-Teams ebenfalls den Sprung unter die Marke von 1:42 Minuten, alle anderen Fahrer waren langsamer.

"Bei den letzten drei Rennen lief es im Zeittraining bereits gut, aber zuletzt in Spa hatten wir natürlich Pech. Hoffenlich haben wir hier mehr Glück", sagte Müller nach dem Zeittraining. Er wusste, weshalb sein gutes Trainingsergebnis gerade auf dem Grand-Prix-Kurs in Ungarn so wichtig war: "Die Strecke bietet nicht so viele Möglichkeiten zum Überholen, also kommt es auf die Startposition an."

Im Rennen wurden die Hoffnungen Müllers nicht erfüllt. Zunächst fiel er beim rollenden Start vom ersten auf den dritten Platz zurück, dann wurde ihm ein missglücktes Ausbremsmanöver vor der ersten Kurve zum Verhängnis. Beim Versuch, den Zweitplatzierten Karl Wendlinger zu überholen, blockierten die Räder von Müllers Maserati. Das Auto stellte sich quer, Müller traf die Corvette des Brasilianers Bernoldi und rodelte in die Wiese. Bei der Aktion schob er auch Wendlinger von der Strecke. Aber während der Österreicher sein Rennen fortsetzen konnte und letztendlich mit dem Briten Ryan Sharp sogar den Sieg nach Hause fuhr, bedeutete die Kollision für Müller das Aus.

Mit einem beschädigten Kühler stellte er den Maserati in der Box ab. Seine Enttäuschung war sichtbar: Minutenlang schüttelte er den Kopf, ohne etwas zu sagen. Schließlich gab er doch noch einen kurzen Kommentar: "Ich war wohl etwas zu optimistisch."

Quelle: RP

 
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