Fußball: Die Bezirksliga-Wechselbörse
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 05.02.2008In der Winterpause hat sich in der Derby-Liga noch einiges getan. Spitzenreiter VfR Warbeyen und Verfolger RSV Praest haben sich hochkarätige Stürmer geangelt. Der Vorletzte Spielvereinigung Kessel vertraut im Abstiegskampf auf ein Original.
Die Fans der Derby-Liga müssen sich nur noch wenige Tage gedulden. Mit dem Lokalduell SV Vrasselt gegen VfB Rheingold wird am kommenden Sonntag, 10. Februar, die heiße Phase der Saison eingeläutet. Viele Vereine haben in der Winterpause die Gelegenheit genutzt, um für die anstehenden Herausforderungen noch einmal aufzurüsten.
Für den Gewinn der Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga kommen nur noch zwei Kandidaten in Frage. Spitzenreiter VfR Warbeyen und Verfolger RSV Praest gehen in die Offensive – die beiden Top-Teams haben sich im Angriff enorm verstärkt. Während für den linksrheinischen Club ab sofort Gregor Szostok, zuletzt Mittelstürmer beim Mittelrhein-Landesligisten GW Brauweiler, auf Torejagd geht, hat der RSV Sven Mooren vom Verbandsligisten SV Hönnepel-Niedermörmter für die Abteilung Attacke geholt. Marlon Maaßen (zuletzt Siegfried Materborn) ist ein weiteres neues Gesicht im Praester Volksbank-Stadion. Der 18-Jährige Angreifer soll langsam an höhere Aufgaben herangeführt werden. Hingegen haben die Verteidiger Holger Wilhelm (Ziel unbekannt) und André Scholten (Fortuna Millingen) den Tabellenzweiten verlassen.
Die nächsten Spiele
Am kommenden Sonntag, 10. Februar, trifft Horst „Pille“ Gecks mit dem Vorletzten Spielvereinigung Kessel auf seinen alten Verein KSV Kevelaer.
Parallel empfängt der abstiegsgefährdete SV Vrasselt den Lokalrivalen VfB Rheingold zum Derby. Beide Spiele werden um 15 Uhr angepfiffen.
Auch einige Ligarivalen haben sich erfolgreich nach Verstärkungen für den Sturm umgesehen. „Oldie“ Christian „Kiki“ Wurring, der ursprünglich aus den Reihen des VfB Rheingold stammt, ist vom SV Bedburg-Hau zu Siegfried Materborn zurückgekehrt. Für den SV Grieth läuft ab sofort Premtim Tafili auf, der für den SV Vrasselt, Weseler SV und TV Jahn Hiesfeld viele Jahre in der Landesliga gespielt hat. Den Vrasselter Fans sind seine Dribblings noch in guter Erinnerung – allerdings vergisst Tafili manchmal, wo das Tor steht.
Irland statt Rheingold
Der VfB Rheingold dürfte in den nächsten Wochen und Monaten Benjamin van Niersen schmerzlich vermissen – der Verteidiger hält sich aus beruflichen Gründen ein halbes Jahr lang in Irland auf. Beim Lokalrivalen SV Vrasselt soll Frank Knümann (zuletzt Rheingold II) Spielertrainer Sascha Brouwer mit Flanken füttern. Allerdings haben sich die Vrasselter Hoffnungen auf Stürmer Oscar Laud zerschlagen – dessen alter Verein Eintracht Emmerich hat keine Freigabe erteilt.
Ansonsten dürfen sich die Fußballfreunde auf ein Wiedersehen mit einem Original freuen. Es handelt sich um den fast schon unvermeidlichen Horst „Pille“ Gecks, der für „Meiderich“ (MSV Duisburg) spielte, als die Sportschau-Bilder laufen lernten. Inzwischen betätigt sich der Pokalsieger von 1970 (mit Kickers Offenbach) als „Feuerwehrmann“. Nachdem „Pille“ zuletzt den KSV Kevelaer vor dem Abstieg bewahrt hat, möchte der 65-Jährige nun dieses Kunststück mit der Spvgg. Kessel schaffen.
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