Gespannfahren: Ein Vize-Weltmeister am Herd
zuletzt aktualisiert: 05.07.2008Das Heimatdorf Esserden und der Reit- und Fahrverein „St. Georg“ Haldern haben „ihren“ Hubert Markett ausgiebig gefeiert. Der erfolgreiche Gespannfahrer verfügt auch über einige Kochkünste.
Am Donnerstagabend gab’s noch einmal großen Bahnhof für den Vize-Weltmeister. Thorsten Röder vom Reit- und Fahrverein „St. Georg“ Haldern holte seinen Vereinskameraden Hubert Markett, dessen Frau Christa sowie die beiden Beifahrer Corinna Kettler und Klaus Jeske mit einer vierspännigen Kutsche ab.
Auf dem Reitplatz an der Lohstraße war sogar ein roter Teppich für den Champion ausgerollt worden, der am vergangenen Wochenende bei den Weltmeisterschaften der Gespannfahrer mit Behinderung in Greven-Bockholt aufgetrumpft hatte. RP-Redakteur Volker Himmelberg sprach nach der äußerst turbulenten Woche mit Hubert Markett.
Die nächsten Aufgaben
Im nächsten Monat stehen für Hubert Markett noch zwei weitere Saison-Höhepunkte auf dem Programm.
Vom 8. bis zum 10. August startet der Vize-Weltmeister bei den Rheinischen Titelkämpfen in Krefeld-Hüls. Es folgt die Deutsche Meisterschaft in Münster-Roxel (22. bis 24. August).
Viel Wirbel um den Vize-Weltmeister. Erst ein Autokorso in deinem Heimatort Esserden, jetzt noch ein Empfang in Haldern. Bist Du froh, wenn wieder der Alltag einkehrt ?
Markett Zunächst einmal bin ich sehr glücklich darüber, dass sich so viele Freunde, Nachbarn, Verwandte und Vereinskollegen von Herzen mit mir gefreut haben. Aber die Weltmeisterschaft und die anschließend Feiern waren auch mächtig anstrengend. Und deshalb lässt sich auch das normale Alltagsleben wieder genießen.
Was macht der Vize-Weltmeister gerade ?
Markett Der steht in der Küche am Herd und kocht für seine Familie.
Und was gibt’s gleich ?
Markett Es gibt Gulasch. Dazu grünen Salat. Der schmeckt im Sommer besser als Rotkohl, der ja eigentlich dazu gehört.
Zurück zur Weltmeisterschaft. Im Vorfeld hattest Du eine Platzierung unter den ersten Fünf als Ziel genannt. Jetzt hast Du in Greven-Bockholt der internationalen Konkurrenz im Gelände und im Hindernisfahren keine Chance gelassen. Hattest Du bewusst etwas tief gestapelt ?
Markett Überhaupt nicht. Denn die Konkurrenz war enorm stark. Ich konnte natürlich nicht davon ausgehen, dass es für mich so optimal laufen würde.
Welchen Anteil hat dein Pferd Jesko am Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft ?
Markett Sehr großen. Jesko hat genau gespürt, dass es sich um einen wichtigen Wettbewerb und eine riesige Herausforderung handelt. Speziell im Gelände hat er wie schon im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Haldern das Letzte aus sich herausgeholt. Und beim abschließenden Kegelfahren war er mit voller Konzentration bei der Sache. Ich muss aber auch meine tollen Beifahrer Corinna Kettler und Klaus Jeske unbedingt erwähnen.
Und welchen Anteil hat deine neue Rombach-Kutsche ?
Markett Ich darf gar nicht laut sagen, wie hervorragend diese Kutsche fährt. Sonst wird die Konkurrenz hellhörig. Aber Spaß beiseite. Ich habe die Kutsche in dieser Woche nach Aachen gebracht. Der Hersteller hat beim dortigen CHIO einen Messestand und präsentiert sie mit dem Hinweis darauf, dass ich mit ihr Vize-Weltmeister geworden bin.
Im August folgen noch die Rheinische und die Deutsche Meisterschaft. Welche Erwartungen hast Du ?
Markett Eigentlich gar keine. Ich möchte erneut in erster Linie mit viel Spaß bei der Sache sein. Dann kommt der Rest vielleicht ganz von alleine.
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