Emmerich: Enttäuschende Auftritte
VON HANS STERBENK - zuletzt aktualisiert: 26.01.2012Emmerich (RP). Der VfB Rheingold Emmerich spielte eine ganz schwache Hinrunde. Die Fußballer überwintern auf Rang elf der Bezirksliga-Tabelle - nur zwei Zähler trennen die Elf von einem Abstiegsplatz.
Für den VfB Rheingold Emmerich lief es in der Spielzeit 2010/11 gut. Erstaunlich gut. Denn unter der Regie von Rolf Sent kämpfte sich die Mannschaft ganz nach vorne und beendete die Serie als Vizemeister. Viele glaubten an einer Fortsetzung des Höhenfluges und träumten schon von der Rückkehr in die Landesliga. Doch nach Ende der Hinrunde fällt die Bilanz ernüchternd aus: Das Team holte aus den 16 Partien nur 18 Punkte und hat ein klitzekleines Polster von zwei Zählern auf die Abstiegsränge.
Nur die Defensive stand
Der VfB spielte erschreckend schwach und steckt nicht von ungefähr im Abstiegskampf. Aber die Gründe für das schlechte Abschneiden liegen auf der Hand. Schließlich stand Sent, der ob dieses Handicaps nie lamentierte, ein Trio nicht mehr zur Verfügung, das die vielen jungen Spieler führen konnte.
Der technisch versierte Marco Windt zog die Fußballstiefel aus, Inan Güden fiel mit einem Fersenspon fast die komplette Halbserie aus. Und Dirk van de Mötter, der Spiel um Spiel an allen Ecken und Enden des Feldes zu finden war, verließ den Club. Verluste, die der VfB nicht kompensieren konnte.
Lediglich die Defensive um Torsteher Christoph Legeland und Lukas Voetmann bewährte sich: 18 Gegentreffer ließ sie zu. Nur Ligaprimus RSV Praest hat mit 16 Toren weniger Treffer kassieren müssen. Das große Manko ist die Offensive. Ein Blick auf die Torausbeute macht dies deutlich - magere 16 Einschüsse stehen zu Buche. Den Angreifern fehlt die notwendige Durchschlagskraft. Aber was sich noch ärger bemerkbar macht, ist die Tatsache, dass die Unterstützung für die Stürmer aus Mittelfeld und Abwehr gleich Null ist. Kein Wunder, dass der VfB in der Winterpause handelte.
Mannschaft war zu brav
Kai Kortenbach, der sich mit Trainer Sent überworfen hatte, kehrte ins Kader zurück. Zudem wurde noch Sebastian Brüschke geholt. Außerdem sollte Inan Güden ins Team zurückkehren. Doch daraus wurde nichts. Der Führungsspieler gab dem VfB einen Korb und übernahm vor wenigen Tagen das Traineramt beim FC Fortuna Elten. Nun sollen es die beiden Haudegen Brüschke und Kortenbach richten. Vielleicht können sie für einen Umschwung sorgen.
Der knochenharte Brüschke schont weder sich noch seine Gegenspieler und hat große Offensivqualitäten, die dem VfB bislang gänzlich abgingen. Auch die Rückkehr des ebenfalls rustikal agierenden Kortenbachs wird sich als Gewinn erweisen, denn letztendlich agierte die Mannschaft viel zu brav. Außerdem wird Bülent Dogu wieder in der "Ersten" kicken.
Die Perspektive: Der VfB wird sich steigern. Es wird sicherlich nicht zu einer Platzierung im oberen Mittelfeld reichen, doch mit dem Abstieg wird die Mannschaft nichts zu tun haben.
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