Fataler Fehlstart
VON RENÉ DE BOER - zuletzt aktualisiert: 14.04.2008Nico Hülkenberg hatte sich das erste Renn-Wochenende der neuen Formel 3-Euroserie ganz anders vorgestellt. Wegen eines Motorschadens und einer defekten Aufhängung ging er in Hockenheim leer aus.
Die Sieger
Am Samstag sicherte sich Mika Mäki (Finnland) den Sieg vor seinem Mercedes-Dallara-Markenkollegen Charlie Kimble (USA) sowie Eduardo Mortara (Italien/VW).
Auch im gestrigen Rennen war in Renger van der Zande (Niederlande) erneut ein Mercedes-Dallara erfolgreich.
Irgendwie war es ein Wochenende mit Problemen. Am Freitag musste das freie Training schon um Stunden verschoben wurden, da wegen schweren Nebels der Rettungshubschrauber nicht vorschiftmäßig hätte aufsteigen können. Und auch das Zeittraining fiel dem Wetter zum Opfer. Der sintflutartige Regen ließ den Verantwortlichen am Hockenheimring gar keine andere Wahl.
So wurde die Qualifikation auf Samstag verschoben. Auf abtrocknender Strecke fuhr der Emmericher Rennfahrer Nico Hülkenberg die schnellste Zeit und sicherte sich wenigstens einen Punkt für die Meisterschaft. „Das fängt gut an. Mein Auto war gut abgestimmt, und ich habe zum Schluss eine gute Runde hinbekommen“, sagte er. zuversichtlich. Beim Start des Rennens setzte sich der 20-Jährige souverän an die Spitze des Feldes und fuhr bereits einen kleinen Vorsprung heraus. Dieser war jedoch dahin, als in der siebten Runde das Safety-Car auf die Strecke geschickt wurde – Hülkenbergs Teamkollege Jon Lancaster hatte einen schweren Unfall gehabt. Der Brite hatte im Rennduell das Auto des US-Amerikaners Charlie Kimball am rechten Hinterrad getroffen, worauf Lancasters Auto lanciert wurde und hoch aufstieg. Lancaster konnte zum Glück unverletzt geborgen werden. Die Aktion dauerte jedoch lange. Somit musste das Rennen sieben Runden lang neutralisiert werden.
Unmittelbar, nachdem das Rennen wieder freigegeben worden war, quittierte der Motor in Hülkenbergs Auto auf einem Schlag den Dienst. „Auf einmal hatte ich keinen Vortrieb mehr, was wohl auf einen Motorschaden schließen läßt“, so Hülkenberg. Nach dem Motorwechsel wurde er gemäß dem Reglement in der Startaufstellung für das Sonntagsrennen um zehn Plätze nach hinten versetzt, was wegen seiner ohnehin schon wenig aussichtsreichen Position nach dem Ausfall keinen großen Unterschied machte.
Im Rennen konnte der Emmerich einige Plätze gutmachen. Aber dann fuhr er mit Balanceprobleme am Auto an die Box. „Es gab wohl einen Defekt an der Radaufhängung hinten links“, berichtete er. „Insgesamt hatte ich mir natürlich mehr von diesem Wochenende erhofft, aber nun schaue ich halt nach vorne.“
Im Mai nach Mugello
Am ersten Maiwochenende werden die nächsten beiden Rennen der Formel 3 Euro Serie auf der Rennstrecke im italienischen Mugello ausgetragen. Im Mai stehen für Hülkenberg auch wieder Testfahrten im Williams-Formel-1-Auto auf dem Programm.
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