Laufsport: Halderner „Hitze-Hölle“
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 23.06.2008Beim gestrigen Volkslauf „Rund ums Reeser Meer“ machte die Temperatur um 30 Grad vielen Startern zu schaffen. Dennoch nahmen insgesamt 497 Sportler an der gelungenen Veranstaltung teil – nicht alle kamen ins Ziel.
Wer sich gefragt hatte, weshalb der Lauftreff im Vorfeld der sechsten Auflage des Volkslaufs „Rund ums Reeser Meer“ mit dem Slogan „Hölle von Haldern“ geworben hatte, kennt spätestens seit gestern die Antwort. „Ich kann die Läufe, die ich schon mitgemacht habe, fast gar nicht mehr zählen. Aber das war hier heute wirklich schon extrem“, sagte Helmut Bourry. Der mittlerweile 77-jährige Laufveteran aus Wesel erreichte gestern dennoch in einer sehr guten Zeit das Ziel. In 1:07,21 hatte er – wie immer – in der Altersklasse M 75 die Nase vorn. Bourry: „Und ich habe noch einige Jüngere hinter mir gelassen. Es bereitet mir immer noch Vergnügen, manche Jungs zu überholen.“
Kuhfladen-Roulette
Die „Veteranen“ des SV Haldern machten gestern am Rande des Volkslaufs fleißig Werbung für das „Kuhfladen-Roulette“, das am 17. August im Lindenstadion stattfindet.
Unter anderen sicherte sich Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler gestern vier der insgesamt 600 Planfelder.
Bei knapp 30 Grad Hitze, die während des 12-Kilometer-Laufs herrschten, blieben mehrere Läufer auf der Strecke. Der Reeser Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler hatte pünktlich um 9.30 Uhr 225 Starter auf den weg geschickt – „nur“ 196 sollten später im Ziel im Lindenstadion eintreffen. Nur gut, dass das Organisationsteam um Lauftreff-Koordinator Jürgen Recha im Vorfeld seine Hausaufgaben gemacht hatte. „Die Sanitäter vom Malteser Hilfsdienst waren einfach klasse. Sie waren sofort zur Stelle, wenn einem Läufer wegen der Hitze plötzlich schwindlig wurde. Gott sei Dank hat niemand ernsthafte Beschwerden gehabt“, meinte Recha.
Die Hitze verhinderte allerdings gestern einen neuen Teilnehmerrekord. An allen Wettbewerben (neben dem Hauptlauf standen auch ein 5000-Meter-Jedermann-Lauf sowie Schüler- und Bambini-Läufe auf dem Programm) beteiligten sich insgesamt 497 Starter. Die Höchstmarke von 536 war erst im vergangenen Jahr aufgestellt worden. Recha: „Bei etwas kühleren Temperaturen wären sicherlich noch einige Nachzügler mehr gekommen.“
Siegerzeit: 41,41 Minuten
In sportlicher Hinsicht trumpfte gestern zum zweiten Mal der Bocholter Langstreckler Andreas Schmeinck im Lindendorf auf. In sehr schnellen 41,41 Minuten erreichte er das Ziel und gewann damit den Volkslauf nach seinem Sieg im Jahr 2005 erneut. Auf Rang zwei landete in 42,05 Minuten ein Mann im „Oranje“-Trikot. Georg Dohle gehörte zum großen Team der Niederrheinischen Kies- und Sandbaggerei (NKSB). Der Sponsor hatte alle seine Starter mit Shirts in leuchtendem Orange ausgestattet. Schnellste Frau war in 53,32 Minuten Ute Claus von den „Issumer Turboschnecken“.
Im anschließenden 5 000-Meter-Lauf setzte sich der Reeser Lokalmatador Thomas Seelen in sehr guten 16,33 Minuten durch. Rang zwei belegte überraschend der Halderner A-Jugendliche Erik Börgers (18,01).
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