Fußball: Irgendwann mal Meister
zuletzt aktualisiert: 12.01.2011 - 13:39Unter Regie von Roland Kock ist der RSV Praest innerhalb weniger Jahre zur sportlichen Nummer eins in Emmerich herangereift. Auf kurz oder lang möchte der Trainer die Mannschaft in die Landesliga führen.
Innerhalb weniger Jahre hat Roland Kock aus einer grauen Kreisliga-B-Maus ein Bezirksliga-Spitzenteam geformt. In der vergangenen Saison verpasste der RSV Praest unter seiner Regie nur um Haaresbreite den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Soeben hat der 43-Jährige, der im Sommer 2004 nach einer erfolgreichen Spielerlaufbahn zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war, seinen Vertrag für die Saison 2011 / 12 verlängert. RP-Redakteur Volker Himmelberg sprach mit dem Trainer, der auch in Zukunft bei den Gelb-Schwarzen noch einiges bewegen möchte.
Dein Trainer-Kollege Rolf Sent trug 14 Jahre lang bei Blau-Weiß Bienen die sportliche Verantwortung. Möchtest Du diesen Rekord einstellen ?
Der Assistent
Auch Detlev Brinkmann, der seit zwei Jahren als Co-Trainer an der Seite von Roland Kock arbeitet, hat seinen Vertrag vorzeitig für die Saison 2011 / 12 verlängert.
Beide kennen sich schon seit langem und gehörten in ihrer aktiven Laufbahn beispielsweise gemeinsam zu den Leistungsträgern des VfB Rheingold.
Kock Ich kann mir das durchaus vorstellen. Schließlich haben wir hier in Praest in den vergangenen Jahren gemeinsam etwas aufgebaut und sind immer noch mit viel Spaß bei der Sache. Und es lassen sich bestimmt noch einige Ziele erreichen.
Im vergangenen Jahr betrug der Rückstand auf Meister SV Grieth nur einen mickrigen Punkt. Ärgerst Du dich immer noch etwas über den verpassten Aufstieg in die Landesliga ?
Kock Mittlerweile nicht mehr. Denn schließlich haben wir insgesamt eine sehr gute Saison gespielt, in der wir starke Mannschaften wie BW Dingden oder Borussia Bocholt hinter uns gelassen haben. Am Ende haben wir in der Rückrunde etwas geschwächelt, so dass das I-Tüpfelchen gefehlt hat.
Aktuell beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Bocholt acht Punkte. Ist der Zug in Richtung Meisterschaft schon abgefahren ?
Kock Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden. Wir haben noch 14 Spiele vor der Brust, davon allein neun im heimischen Volksbank-Stadion. Wir möchten eine gute Rückrunde liefern und noch einmal angreifen.
Also bleibt die Landesliga für den RSV Praest ein Thema. . .
Kock Für mich in jedem Fall. Wir mischen nun schon seit Jahren in der Spitzengruppe mit. Und als Sportler möchte man dann irgendwann auch mal Meister werden. Wir werden allerdings in keinem Fall den Fehler machen, den Erfolg erzwingen zu wollen. Ich lege nach wie vor großen Wert darauf, dass sich talentierte Spieler bei uns in Ruhe entwickeln können.
Zuletzt haben immer wieder junge Spieler aus Praest den Sprung zu höherklassigen Vereinen geschafft. Das beste Beispiel ist Sezgin Baran, der beim Niederrheinligisten VfL Rhede eine feste Größe ist. Was sagst Du zu dieser Entwicklung ?
Kock Ich begrüße das. Wir als Verein sollten uns freuen, dass der RSV Praest ein Sprungbrett für gute Nachwuchsspieler ist. Aktuell haben wir in Fais Almami, Jawad Norzad oder Justin Ising wieder einige Talente in unseren Reihen, an denen wir hoffentlich noch viel Freude haben werden. Und die sich eventuell bei uns irgendwann für höhere Aufgaben empfehlen können.
Stichwort "höhere Aufgaben" – wirst auch Du irgendwann eine neue Herausforderung suchen ?
Kock Dafür bin ich in jedem Fall offen. Ich fühle mich in Praest sehr wohl und habe deshalb meinen Vertrag auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt verlängert. Doch ich möchte nicht ausschließen, dass mich eine neue Aufgabe reizt.
Unterschreibst Du deshalb nicht den "Rentenvertrag", den dir Vorsitzender Michael Kühn nun schon seit Jahren anbietet ?
Kock Genau. Ich fühle mich zwar geehrt, doch dafür bin ich noch etwas zu jung.
Hast Du bereits mit den Planungen für die nächste Saison begonnen und den ersten Neuzugang an der Angel ?
Kock Wenn man so will, ja. Denn unser junger Angreifer Michel Schicht kehrt von einem einjährigen Aufenthalt in Spanien zurück. Und er hat bereits signalisiert, wieder für uns spielen zu wollen.
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