Tennis: Kleine Musiker mit Ballgefühl
VON VOLKER HIMMELBERG - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Gestern hat auf der Anlage des TC Rot-Weiß Emmerich der erste Ferien-Kurs in diesem Sommer
begonnen. Unter Leitung von Cheftrainer Joachim Graef hat der Nachwuchs sehr viel Spaß.Eine musikalische Ausbildung scheint das sportliche Talent zu fördern – oder umgekehrt. Jedenfalls spielten sich der siebenjährige Julius Houben und die nur ein Jahr ältere Katharina Lehmann gestern zum Auftakt des Ferien-Camps auf der Anlage des Tennis-Clubs Rot-Weiß Emmerich sehr gekonnt die Bälle zu. „Ich spiele auch sehr gerne Klarinette“, erzählt Julius in einer kurzen Pause. „Und ich spiele Klavier“, sagt Katharina. Bei den beiden handelt es sich um die jüngsten Talente aus den Reihen des Traditionsvereins.
Bambini-Kreismeisterschaft
„Sie spielen für ihr Alter außergewöhnlich gut. Beide bewegen sich richtig zum Ball, ziehen den Schläger durch und trauen sich auch schwierige Dinge zu“, erklärt Rot-Weiß-Trainer Joachim Graef, der die beiden Kinder schon seit einigen Jahren betreut. Demnächst nehmen Julius und Katharina zum ersten Mal an einem „großen“ Wettbewerb teil. Graef: „Ich habe die beiden ganz bewusst für die Bambini-Kreismeisterschaft angemeldet, die im August in Geldern stattfindet.“
Weitere Ferien-Kurse
Joachim Graef, Cheftrainer des TC RW Emmerich, bietet vom 31. Juli bis zum 2. August sowie vom 7. bis zum 9. August zwei weitere Ferien-Camps an. Dabei wird er von den Rot-Weiß-Spielern Robert Fischbach und Steffi Gorgs unterstützt.
Anmeldungen und Infos unter Telefon 01 60 / 7 30 52 60.
Die Kinder sehen der Herausforderung ganz gelassen entgegen. „Ich bin gespannt auf das Turnier. Doch am liebsten spiele ich sowieso gegen Katharina. Da weiß keiner vorher, wer gewinnt“, meint Julius. Katharina hat auch ihre kleine Schwester Clara zum Camp mitgebracht. Die Sechsjährige hält erst zum zweiten Mal einen Schläger in der Hand. Und für den Anfang darf sie auf spielerische Weise Bälle einsammeln. Das Mädchen bugsiert die Filzkugeln in Plastikhütchen und freut sich über die ersten Erfolgserlebnisse.
Von denen gibt’s auch für die übrigen Teilnehmer jede Menge. „Der Spaß steht natürlich im Vordergrund. Schließlich sollen die Jungen und Mädchen gerne zu uns kommen“, betont Graef, der die dreitägigen Kurse in den Sommerferien schon seit einigen Jahren anbietet.
Vormittags steht der eigentliche Tennis-Unterricht im Vordergrund. Gezielt werden Schläge mit Vor- und Rückhand einstudiert. Danach gibt’s ein Mittagessen im Clubheim – gestern standen „Chicken Nuggets“ auf dem Speiseplan. Danach sorgen andere Ballsportarten wie Hockey und Fußball für Abwechslung. Joachim Graef: „Es ist gerade in diesem jungen Alter sehr wichtig, zwischendurch etwas anderes zu machen, damit die Motorik gefördert wird.“ Und in Sachen Fingerfertigkeit eignet sich auch Musikunterricht – Julius und Katharina wissen, wie’s geht. . .
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