Fußball: Reeser WM-Träume
VON MONIKA HARTJES - zuletzt aktualisiert: 12.08.2008Kicken für Barcelona: Die Behindertensport-Abteilung des SV Rees richtete das erste Benefiz-Soccer-Turnier aus. Die Organisatoren denken sogar über eine Weltmeisterschaft nach.
Vor drei Jahren fuhr der SV Rees zu einem internationalen Turnier für Menschen mit Behinderung nach Barcelona und gewann den Siegerpokal. Im Oktober planen die Kicker der Grün-Weißen erneut eine Reise nach Spanien. Um einen Teil der Fahrtkosten bestreiten zu können – allein der Bus kostet rund 5000 Euro – fand am Samstag zum erstenmal ein „Benefiz Soccer“- Turnier auf der Sportanlage an der Ebentalstraße statt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Mariehilde Henning eröffnete die Sportveranstaltung.
Neben Hobbymannschaften, unter ihnen der Vorstand des SV Rees und ein Team von Horizont Rees, Betriebsmannschaften wie die Volksbank, T & A Paletten, Krankenhaus und KAO Chemicals, alle aus Emmerich, nahmen auch Teams der Menschen mit Behinderung an dem Kleinfeldturnier teil, die in einer starken und einer schwachen Gruppe spielten. In jeder Kategorie wurde um Punkte und Pokale gekämpft. Die Sieger jeder Gruppe traten zum Schluss gegeneinander an, um den „Supercup“ auszuspielen.
Für die Frauen mit Behinderung ging es um Meisterschaftspunkte, alle sechs Mannschaften dieser Liga, unter anderem der SV Rees, der von Monika Hühner trainiert wird, traten in Turnierform gegeneinander an. „Die Geburtsstunde für eine Frauenmannschaft mit Behinderung im Rheinland war der 3. November 2007, als das Team vom SV Rees gegründet wurde“, sagte Dieter Spier, Abteilungsleiter Fußball im Behindertensport Nordrhein-Westfalen und Ansprechpartner des Deutschen Behinderten-Sportverbandes. Großes Ziel sei es, 2011 nach der Fußball-WM der Damen im eigenen Land auch eine WM für Frauen mit Behinderung durchzuführen.
„Werbung für unsere Sache“
„Solche Veranstaltungen wie hier in Rees sind Werbung für unsere Sache“, so Spier. England und die Niederlande haben bereits eine Nationalmannschaft. „Wenn alles klappt, kann diese Weltmeisterschaft vielleicht sogar in Rees stattfinden“, meinte Verena Birnbacher, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Groin.
Eddy Irro, Abteilungsleiter im SV Rees, war mit dem Verlauf des Turniers zufrieden. Viele ehrenamtliche Helfer, unter ihnen Marcel Heiliger, Reinhold, Michel und Pascal Hühner als Schiedsrichter und Katrin Jansen und Heinzgerd Schott (Turnierleitung), sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
In den Gruppen für Menschen mit Behinderung belegten die Teams vom SV Rees jeweils einen zweiten Platz, ebenfalls Zweiter wurde „Horizont“ bei den Hobbyteams. Bei den Frauen siegte der SV Rees. Der Sieger bei den Betrieben hieß T & A Paletten, der auch den Supercup mit 4:1 gegen BSG Bottrop gewann.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum